Stellenwert und Zufriedenheit mit der IT sind im Automobilbereich im Vergleich zum anderen Branchen sehr niedrig. Dabei hat die IT-Steuerung durchaus einen hohen Stand erreicht, wie aus einer neuen Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC) hervorgeht. Ähnlich sieht es im Bereich Outsourcing aus . Der Anteil des Outsourcing an der IT ist aber mit 24 Prozent geringer als in fast allen anderen Branchen. Am größten ist die Unzufriedenheit im Bereich Einkauf, weit mehr zufrieden stellen Bereiche wie Ersatzteilmanagement, Support- und Managementprozesse.
In der Autoindustrie wurden laut Studie in den letzten Jahren weite Teil der Wertschöpfung an die Zulieferer verlagert, während sich die Hersteller auf Schlüsseltechnologien sowie das Marken- und Produktmanagement konzentrierten. Die stärkere Arbeitsteilung und die zunehmend globale Ausrichtung stellen ständig größere Anforderungen an die Unternehmens-IT. Schnelle Entwicklung, Fertigung und logistische Verteilung samt Integration beteiligter Unternehmen sind nur mit entsprechender IT-Unterstützung zu bewältigen.
Im Branchenvergleich fällt die Steigerungsrate für künftige IT-Investititonen im automobilen Bereich sehr niedrig aus. Mit IT-Kosten von 1 200 Euro je Mitarbeiter liegen die Aufwendungen schon jetzt klar unter dem anderer Branchen. Im Sektor Banken etwa sind es deutlich mehr als 8 000 Euro und selbst in der Konsumgü-terindustrie fast 1 700 Euro. Der Schwerpunkt der geplanten Investitionen liegt bei Support- und Managementprozessen. Der hohe Reifegrad der IT-Systeme in Verkauf und Einkauf ist eher ein Indiz für Ersatzinvestitionen.
Für die Studie befragte PwC insgesamt 650 Unternehmen, darunter 100 aus der Automobilbranche: Hersteller, Zulieferer, Auftragsfertiger, Vertragshändler, Finanz- und Ingenieursdienstleister.





