Alle Werkstattanwendungen etwa zur Autodiagnose und -programmierung müssen die Automobilhersteller spätestes ein Jahr nach ihren Vertragswerkstätten auch freien Werkstätten, Inspektionsdienstleistern oder Behörden (,,Berechtigte Dritte”) zur Verfügung stellen. Die Umsetzung ist aber problematisch, so die Erfahrung des IT-Dienstleisters DMC, der die Vorgabe für einen der Hersteller realisierte. Agiles Vorgehen lautete die Lösung, um diese Probleme aus dem Weg zu räumen.
Agiles Vorgehen in der Softwareentwicklung stellt die funktionierende Software für den Kunden und die erfolgreiche Integration wechselnder Anforderungen an diese in den Mittelpunkt. Sie lässt detaillierte Planung, vollständige Spezifikation, umfassende Dokumentation oder ausgereifte Architektur gegenüber einem flexiblen Prozess in den Hintergrund treten. ,„Wir mussten letztlich agil vorgehen, um mit dem IT-Service-System für BD beständig auf Entwicklungen und Änderungen im Bereich der Werkstattanwendungen reagieren zu können“, erläutert Gerhard Pfaffinger, Projektleiter auf DMC-Seite.
Die Gruppenfreistellungsverordnung soll in der Automobilbranche für mehr Wettbewerb im Kfz-Service und im Reparaturbereich sorgen. Die OEM müssen technische Serviceunterlagen deshalb in einer wirtschaftlich vertretbaren Form für Berechtigte Dritte (BD) bereitstellen. Das aber erfordert die Ausweitung der webbasierten Softwaresysteme für die Bereitstellung der Serviceinformationen an diese Empfänger, damit sie die Informationen auf handelsüblichen PC nutzen können. Die sehr unterschiedliche Technologie und Architektur der Anwendungslandschaft bei den Berechtigten Dritten und dazu der hohe Termindruck – dazu noch kurz nach Inbetriebnahme des IT-Service-Systems für BD erhebliche Änderungswünsche: ,,Agil” wurde der Änderungsbedarf problemlos bereitgestellt.
Software wird ,,agil” entwickelt
26. März 2010





