Mehr Lehrstellen in den IT-Berufen erwartet der Branchenverband BITKOM für das Jahr 2010 nach einer aktuellen Umfrage bei den ITK-Unternehmen sowie großen Industrie- und Handelskammern nach dem Start des Ausbildungsjahres.
Der Verband rechnet mit einem Anstieg neuer Ausbildungsverträge um fünf Prozent auf rund 14 500. „Viele Unternehmen rekrutieren wegen der guten Auftragslage neues Personal und fahren ihre Kapazitäten in der Ausbildung hoch“, sagte BITKOM-Präsident Professor August-Wilhelm Scheer.
Bei der BITKOM-Konjunkturumfrage gaben ein Fünftel der Ausbildungsbetriebe an, dass sie im Jahr 2010 zusätzliche Lehrstellen in den IT-Berufen anbieten. Drei Viertel halten die Zahl der Ausbildungsplätze auf dem Niveau des Vorjahres.
Ende September verzeichnete die Ausbildungsplatzbörse der Bundesagentur für Arbeit noch rund 400 offene Ausbildungsstellen. „Wer Interesse an einer spannenden Ausbildung im IT-Bereich hat, kann auch jetzt noch zum Zug kommen“, sagte Scheer.
Rund ein Drittel aller Lehrstellen entfallen auf Unternehmen außerhalb der ITK-Wirtschaft. Besonders die technologisch anspruchsvollen Branchen Maschinenbau oder die Fahrzeugindustrie sowie Anbieter unternehmensnaher Dienstleistungen sowie die Finanzwirtschaft benötigen für die Entwicklung ihrer Produkte IT-Spezialisten in großer Zahl und bilden daher selbst aus.
Über die drei Ausbildungsjahrgänge hinweg gibt es aktuell rund 40 000 Auszubildende in den IT-Berufen. Am beliebtesten ist bei den Jugendlichen die Ausbildung zum Fachinformatiker. Mit 23 500 IT-Azubis entfällt mehr als die Hälfte aller Lehrstellen auf diese Fachrichtung.
An zweiter Stelle liegen die kaufmännischen IT-Berufe mit 9 100 Lehrstellen. Weitere 7 200 junge Menschen werden in der Fachrichtung IT-System-Elektroniker und Systeminformatiker ausgebildet.
Damit werden jene Profile, die vor allem bei Softwarehäusern und IT-Dienstleistern ausgebildet werden, am stärksten nachgefragt“, sagte Scheer. „Die IT-Ausbildung spiegelt den Wandel der Branchenstruktur in Richtung Software und Services unmittelbar wider.“





