IT-Firmen zahlen höhere Zinsen

Mehr als ein Drittel der IT-Unternehmen hat Probleme mit der Finanzierung, so lautet das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Branchenverbandes BITKOM unter 301 Unternehmen.

25 Prozent von ihnen gaben an, dass sie mehr Sicherheiten stellen oder höhere Zinsen zahlen müssten. 13 Prozent klagen darüber, dass die Refinanzierung über die Kapitalmärkte schwieriger geworden sei. Bei fünf Prozent der Firmen hätten die Banken die Kreditlinien gekürzt oder Kredite verweigert. Ursache ist in vielen Fällen die verringerte Eigenkapitalbasis und damit eine gesunkene Bonität. „Die Finanzkrise hat deutliche Spuren hinterlassen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. „Die Gefahr einer Kreditklemme ist noch nicht gebannt. Die Banken sollten in der aktuellen Lage die positiven Geschäftsaussichten für das laufende Jahr stärker berücksichtigen“. Weitere Risikoaufschläge bei den Zinsen für Kredite an ITK-Unternehmen seien unangemessen.

Erschwert wird die Lage durch die schlechte Zahlungsmoral vieler Kunden. Das erklärt ein Viertel der befragten Unternehmen. Vor einem Jahr klagten nur halb so viele Firmen über deutlich verspätete oder ausbleibende Zahlungen.


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