Eine Software-Initiative schlägt Professor August-Wilhelm Scheer zur Stärkung der Hightech-Industrie in Deutschland vor. Der Präsident des Branchenverbandes BITKOM erklärte auf der CeBIT, die Initiative sollte einen Software-Fonds umfassen, der insbesondere mittelständische Firmen beim Sprung auf die internationalen Märkte unterstütze. In der Forschung sollten Software-Projekte als Innovationstreiber von Anwenderindustrien wie dem Automobil- und Maschinenbau oder dem Energiesektor besonders gefördert werden.
Notwendig sei zudem eine Verbesserung der Nachwuchsförderung in Schulen und Hochschulen. Scheer: ,,Die Erneuerung der Infrastrukturen mit modernen Technologien in den Bereichen Gesundheit, Energieversorgung, Verkehr und Bildung ist eine zentrale Herausforderung deses Jahrzehnts.”
Die Stimmung im Hightech-Sektor hellt sich inzwischen deutlich auf. 59 Prozent der IT- und Telekommunikations-Unternehmen in Deutschland erwarten im ersten Quartal 2010 ein Umsatzplus. Der BITKOM-Branchenindex macht gegenüber dem Vorquartal einen Sprung um 41 Punkte auf plus 35 Zähler. Damit liegt das Branchenbarometer wieder auf dem Niveau vom Sommer 2008. Basis der Angaben ist die vierteljährliche Umfrage des Hightech-Verbandes in der Branche.
,,Die Nachfrage zieht insbesondere in der Informationstechnologie spürbar an”, so Scheer. ,,Der Investitionsstau bei IT-Lösungen für Unternehmen löst sich allmählich auf. Von der CeBIT erwarten wir zusätzlichen Schwung.” BITKOM erwartet für 2010 im ITK-Gesamtmarkt Umsätze auf Vorjahresniveau und 2011 ein Wachstum von 1,6 Prozent auf 142 Milliarden Euro.
Nach der BITKOM-Prognose wird der Umsatz mit Informationstechnik in Deutschland im Jahr 2010 um 1,4 Prozent auf 64,4 Milliarden Euro zulegen. ,,Von der Erholung profitieren Anbieter von Software und IT-Services am stärksten”, sagte Scheer. ,,Die wichtigsten Trends des Jahres sind Cloud Computing, das mobile Internet und der Dauerbrenner IT-Sicherheit.” Der Umsatz mit Software steigt 2010 voraussichtlich um 0,9 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro. IT-Dienstleistungen (Wartung, Outsourcing-Services u.a.) legen um 2,2 Prozent auf 33 Milliarden Euro zu. 2011 sind wieder Wachstumsraten von 4,1 Prozent für Software und 5 Prozent für IT-Dienste zu erwarten. Für den IT-Gesamtmarkt erwartet der BITKOM 2011 einen Zuwachs von 3,8 Prozent. Die Umsätze mit IT-Hardware stabilisieren sich 2010 auf dem Vorjahresniveau von 17 Milliarden Euro.




