Eine glänzende Zukunft sagt eine auf der CeBIT vorgestellte Studie des Karlsruher Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) in Deutschland voraus. Allein im Bereich Software und IT-Dienstleistung werden danach in den nächsten 20 Jahren 452 000 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Gesamtzahl steigt auf eine Million und hängt etwa den Fahrzeugbau mit dann 890 000 Arbeitsplätzen deutlich ab. Lediglich einige Sektoren im Gesundheitswesen können da noch mithalten.
In der Wertschöpfung hat die gesamte IKT-Branche längst eine Führungsrolle, mit etwa fünf Prozent gegenüber dem mit rund vier Prozent eher stagnierenden Fahrzeugbau. Und dieser Anteil wird noch kräftig steigen, Kearney schätzte jüngst nur für den Bereich Software und Dienstleistungen bis 2020 einen Anstieg um 40,6 Milliarden Euro – fast eine Verdoppelung. International gesehen liegt der absolut starke IT-Markt Deutschland nur im Mittelfeld, doch gibt es neben SAP viele ,,Hidden Champions”, in der Öffentlichkeit kaum beachtete Marktführer in bestimmten Marktsegmenten.
Unterschätzt wird laut Studie immer noch die Bedeutung von IKT als Schlüsselbranche. Die Mehrzahl der Fachkräfte arbeitet außerhalb der eigentlichen IKT-Unternehmen. Als Innovationstreiber erfasst die Branche fast alle Wirtschaftsbereiche. Schon jetzt stellt etwa die Software 20 Prozent der Wertschöpfung eines Autos. Die ISI-Studie wurde im Auftrag des Branchenverbandes Bitkom, von IDS Scheer, SAP und der Software AG erstellt.




