Mit einem eingängigen Namen statt sperrigen Initialen soll es voran gehen: In Bundesverband IT-Mittelstand hat sich der bisherige VDEB Verband IT-Mittelstand umbenannt, wie der Vorsitzende Dr. Oliver Grün auf der CeBIT erklärte. ,,Der IT-Mittelstand wurde in Deutschland bisher als Beiboot der Großunternehmen betrachtet. Wir wollen der Politik in das Gedächtnis zurückrufen, dass wir ein eigenständiger Wirtschaftsfaktor sind,” nannte Grün als Hauptziel des neuen Bundesverbandes.
Schon unter dem Namen VDEB hatte der Verband die Konzentration der öffentlichen Aufmerksamkeit und Fördermittel auf IT-Großunternehmen kritisiert. ,,Es ist an der Zeit, dass die Forschung des IT-Mittelstands endlich auch die Anerkennung findet, die mit seiner Innovationsstärke übereinstimmt”, sagte das Vorstandsmitglied Martin Hubschneider. Anders als bisher dürfe nicht der weitaus größte Teil staatlicher Forschungsetats, die mit mittelständischen Steuergeldern finanziert werden, von Großunternehmen ausgeschöpft werden. Das könnte auch als Kritik am größten Branchenverband BITKOM verstanden werden, doch mit dem will der neue Bundesverband ausdrücklich kooperieren, nicht konkurrieren. Auch die CeBIT war jüngst in die Kritik des Verbandes geraten – wegen der angeblich zu starken Ausrichtung auf Großunternehmen.
Allein in den IT-Bereichen Software und Dienstleister zählen fast 50 000 deutsche Unternehmen zum Sektor KMU (kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten), zu 95 Prozent allerdings Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern. Mehr als 100 Mitarbeiter haben nur knapp 500 Firmen.




