Cloud-Ressourcen für die B2B-Integration

Die elektronische Kommunikation prägt auch die Geschäftsbeziehungen von Unternehmen zu Unternehmen, dem Business to Business, kurz B2B. Nach einer Studie von Vanson Bourne – veröffentlicht von Sterling Commerce, einem Unternehmen von IBM, wird vor allem die Cloud im B2B künftig eine größere Rolle spielen.

Danach planen 86 Prozent (Deutschland 85 Prozent) der Befragten diversifiziertere Implementierungsmodelle als bisher. Berücksichtigt werden dabei sowohl cloud-basierte und In-house-Konzepte als auch hybride Konzepte, die beide Varianten vereinen. 29 Prozent der Befragten wollen mehr Ressourcen ,,aus der Cloud” für die B2B-Integration nutzen als vorher.

Die meisten  Unternehmen ziehen alternative Implementierungsoptionen in Betracht, beispielsweise ein Hybrid-Konzept oder Cloud-Technologien, die eine hohe Flexibilität für die eigenen Integrationsanforderungen bieten.

46 Prozent (Deutschland 50 Prozent) gaben an, dass sie ältere, punktuell eingesetzte Infrastruktur für die B2B-Integration in eine einheitliche B2B-Integrationsplattform überführen möchten, die all ihre geschäftlichen Anforderungen erfüllt. 42 Prozent (Deutschland 47 Prozent) möchten mehr cloud-basierte B2B-Integrationslösungen nutzen,32 Prozent (Deutschland 36 Prozent) möchten mehr als bisher auf ein Hybrid-Modell setzen.

Kostensenkungen sind die wichtigste Motivation dafür, dass sich die Unternehmen mit Strategien für die B2B-Integration befassen. Auf die Frage, welche geschäftlichen Faktoren dazu führen, dass die Unternehmen ihre Strategie für die B2B-Integration überdenken, nannten 52 Prozent (Deutschland 49 Prozent) ,,die Notwendigkeit, die Kosten ihrer aktuellen B2B-Integration zu reduzieren”.

51 Prozent (Deutschland 50 Prozent) erwarten Einsparungen, die durch die ,,bessere Sichtbarkeit wirtschaftlicher Auswirkungen (nachweislicher ROI) der Automatisierung des B2B-Dokumentenaustauschs entstehen”.

Ausgelöst durch die Suche nach neuen Kunden in neuen Märkten steigt in derr Phase des konjunkturellen Aufschwungs nach der Finanzkrise die Nachfrage nach B2B-Services in komplexen und vielfältigen globalen Business-Netzwerken. 92 Prozent (Deutschland 96 Prozent) der Unternehmen erwarten gegenüber dem Vorjahr gleichbleibende oder höhere Umsätze.

42 Prozent (Deutschland 51 Prozent) der Unternehmen gehen davon aus, dass sie mehr Dokumente mit ihren Handelspartnern austauschen als im vergangenen Jahr. 86 Prozent (Deutschland 87 Prozent) sind überzeugt, dass B2B-Integration eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg ihres Unternehmens ist; sie bezeichnen diese als wichtig, entscheidend oder als Kernkompetenz.

Viele Unternehmen wollen aber weiter auf ganzheitliche Konzepte verzichten.58 Prozent setzen auf eine strategische Perspektive und geben an, dass sie ,,eine Strategie formuliert und eine umfassende Lösung für die B2B-Integration implementiert haben, die ihre geschäftlichen Anforderungen erfüllt”.

Alle anderen Befragten (42 Prozent) geben an, dass sie ein Konzept verfolgen, bei dem ,,punktuell neue Technologielösungen implementiert werden, sobald dies aufgrund von Kundenanforderungen oder geschäftlichen Bedingungen erforderlich ist”.

,,Die Möglichkeit, die Cloud-Technologie zunehmend bei der Implementierung von B2B-Integrationslösungen einzubeziehen (entweder als reine Cloud-Variante oder als Teil einer Hybridlösung), ermöglicht es Unternehmen, die ihre B2B-Integration strategisch neu aufstellen, so flexibel und dynamisch zu agieren, wie dies im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld für den Geschäftserfolg notwendig ist,” sagt Dave Carmichael, Manager B2B Integration, bei Sterling Commerce.

Die Gründe für die Umsetzung neuer Projekte reichen von der Erweiterung der globalen Wertschöpfungskette auf neue Märkte bis hin zur Einführung der grenzüberschreitenden elektronischen Fakturierung (e-Invoicing), die 30 Jahre alte Systeme nicht bewältigen können. ,,Das Überleben vieler Zulieferer wird davon abhängen, ob sie B2B-Integration als Bestandteil ihres Kundenservice anbieten können”, kommentiert Eric Lafarge, CIO beim Verpackunsunternehmen Albéa.


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