Technologien zum Schutz vor Datenverlust spielen in deutschen Firmen bisher kaum eine Rolle. Nur fünf Prozent setzen diese Technologien ein, so lautet das Ergebnis einer Studie von CA, dem Marktführer für IT-Management-Software. Europaweit sind es hingegen durchschnittlich 28 Prozent.
Laut Studie haben deutsche IT-Abteilungen Probleme damit, Compliance-Anfor-derungen gerecht zu werden, etwa beim Datensicherheitsstandard der Zahlungs-karten-Industrie oder beim ISO-27001-Standard für Informationssicherheit. Oft sind sich die Verantwortlichen nicht darüber im Klaren, wie sie von technologischen Lösungen unterstützt werden könnten. Andere schaffen es nicht, das Unterneh-mensmanagement von den möglichen Risiken zu überzeugen, um die nötigen Investitionen zu rechtfertigen. Gleichzeitig erwarten viele deutsche Unternehmen, dass das Thema Datenschutz sie in den kommenden fünf Jahren treffen wird
Eine Compliance-orientierte Architektur (COA) könnte helfen, die Datenverlust-Probleme zu mildern: COA koppelt die Datennutzung aufgrund vorgegebener Richtlinien an Personen. Sie vermindert die Wahrscheinlichkeit des Datenverlustes und stellt ein Audit-Verfahren zur Verfügung, das gegebenenfalls die Umstände eines Verstoßes feststellt.
Um effektiv zu sein, müssen drei Elemente einer COA implementiert sein:
- Ein umfassendes Identitäts- und Zugangsmanagement erfasst die Mitarbeiter mit ihren jeweiligen Verantwortlichkeiten und definiert ihre Zugriffsrechte; nur fünf Prozent der deutschen Unternehmen haben solche Lösungen implementiert.
- Daten müssen Daten lokalisiert und klassifiziert werden; 59 Prozent geben an, über ein solches System zu verfügen.
- Die DLP-Technologie überprüft die Rollen und die Nutzung von Daten anhand von Richtlinien; nur fünf Prozent nutzen diese Lösungen. Viele der DLP-Tools automatisieren das zweite und dritte Element – wenn auch in unterschiedlichem Maße.
Die Studie mit dem Titel ,,You sent what? Linking Identity and Data Loss Prevention to avoid Damage to Brand, Reputation and Competitiveness” wurde vom Forschungsunternehmen Quocirca im Auftrag von CA erarbeitet. Befragt wurden Unternehmen in 14 europäischen Ländern.
Die Studie finden Sie hier




