Deutsche Firmen misstrauen der Cloud

Deutsche Unternehmen bleiben beim Cloud Computing skeptisch: Die Mehrheit der für den Deloitte-Report ,,Cloud Computing in Deutschland” befragten Firmen ignoriert die Cloud oder wählt konservative Varianten wie Software-as-a-Service.

Die Umfrage wurde zusammen mit dem Branchenverband BITKOM bei Unternehmen aus den Bereichen Telekommunikation, Medien und Technologie, Fertigung und Financial Services mit einem Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro per annum durchgeführt.

Fast 60 Prozent der Befragten setzen generell keine Cloud-Computing-Lösung ein und wollen es auch auf absehbare Zeit nicht tun. Hauptgründe: Angst vor Kontrollverlust und mangelnde Datensicherheit (je über 60 Prozent).

Bei Unternehmen, die Cloud-Computing-Lösungen nutzen, hat dies nur bei knapp 20 Prozent auch strategische Bedeutung. Im Vordergrund stehen Wirtschaftlichkeit, funktionale Vorteile sowie Verfügbarkeit von Services. 50 Prozent der Befragten geben jedoch an, dass sie ihre Ziele bislang nicht erreicht haben.

Wenn Unternehmen Cloud-Computing-Angebote nutzen, bezieht sich das vor allem auf die Software-as-a-Service-Variante, während die ,,Plattform”- und ,,Infrastruktur”-Modelle zurzeit höchstens als Pilotprojekte erprobt werden. Dabei stehen vor allem die Kosten sowie – im Fall von privaten Clouds – die Compliance im Fokus. Letztere Variante wird aus Kontrollgründen einer Public Cloud oder einer Hybridlösung vorgezogen.

Ein Ergebnis der Pilotprojekte ist, dass die Produktivsetzung einer Cloud-Computing-Lösung oft aufwendiger ist als erwartet – das Ziel signifikanter Kostenreduktionen ist nur mittelfristig zu erreichen. Dennoch will die Mehrheit der Befragten Cloud Computing nutzen und nicht zu früheren Lösungen zurückkehren. Ein Viertel will aber bis auf Weiteres lediglich den Status quo halten und weitere Entwicklungen abwarten.

Cloud Computing ist fast ausschließlich ein IT-Thema: In über einem Drittel der Fälle werden entsprechende Initiativen aus der Unternehmens-IT heraus getrieben, in 40 Prozent der Fälle von IT- und Fachabteilungen gemeinsam. Lediglich bei 14 Prozent der Unternehmen geht der Impuls direkt von einer Fachabteilung aus.

Den  Report finden Sie hier


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