PLM-Studie: Fehlendes Bewusstsein im Management

Kostendruck in der FertigungDie Fertigungsindustrie steckt in einem Dilemma: Einerseits ist der Kostendruck aufgrund der wirtschaftlichen Lage so hoch wie noch nie. Andererseits fehlt gerade jetzt vielfach das Geld, um in flexible IT-Lösungen zu investieren und Einsparpotenziale zu heben. Beispielsweise mit Product Lifecycle Management (PLM). Experten schätzen, dass Jahr für Jahr finanzielle Schäden in der Größenordnung von zehn Milliarden Euro entstehen, weil in vielen Unternehmen leistungsstarke Integrationsplattformen fehlen und Teilbereiche des Produktlebenszyklus nur mangelhaft miteinander verknüpft sind. Eine Umfrage der ECS Engineering Consulting & Solutions hat ergeben, dass knapp die Hälfte der befragten Fertigungsunternehmen bisher weniger als zehn Prozent ihres IT-Budgets für PLM-Belange aufwenden. Zu wenig, um die wichtigen IT-Systeme für Enterprise Resource Planning (ERP), Konstruktion, Fertigung, Vertrieb und Service mit konsolidierten Informationen zu versorgen. Darüber hinaus scheint der mangelnde PLM-Einsatz eine Frage der Kultur zu sein: Laut der Studie sind bisher in nur vier Prozent der Fertigungsunternehmen die Vorstände aktiv in die PLM-Problematik eingebunden, in weiteren acht Prozent trifft die mittlere Führungsebene die Entscheidungen. Das macht deutlich: In vielen Betrieben hat das Thema PLM eine noch immer zu geringe Bedeutung. So wird es für externe Dienstleister nicht einfacher, neue Systeme zu implementieren. (RB)


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