Schlechte IT-Anbindung stoppt E-Cars

Mangelnde Standards für die informationstechnische Anbindung der Elektromobile sind das Haupthindernis beim Ziel der Bundesregierung, bis 2020 eine Million Elektroautos auf den deutschen Straßen rollen zu sehen, meinen die Energieversorger in Deutschland.

Nach einer Studie der Managementberatung Horváth & Partners, an der sich Führungskräfte von 58  Energieversorgungern beteiligten. glauben drei Viertel der Befragten nicht daran, dass diese Zahl erreicht werden kann. Entsprechend erwarten sie auch keine zusätzlichen Stromabsatzpotenziale.

Mehr als 80 Prozent nannten die mangelnden Standards für die informationstechnische Anbindung  als Hauptursache. Damit sind insbesondere der Datenaustausch und das Ladeverfahren zwischen Fahrzeug und Ladestationen gemeint.

Fast die Hälfte der Befragten hält auch die derzeitige Netzinfrastruktur nicht für ausreichend. Nach Ansicht von Stephan Haller, Senior Partner bei Horváth & Partners, legen diese Ergebnisse den Eindruck nahe, dass die Bundesregierung ihre Hausaufgaben noch nicht gemacht hat: ,,Neben beschleunigten Planungs- und Genehmigungsverfahren müssen vor allem die Rahmenbedingungen für den Ausbau intelligenter Netze gestaltet werden”, so Haller.

Fast alle größeren Energieversorger arbeiten am Aufbau von Ladestationen und -tankstellen oder planen das zumindest. Dabei glaubt immerhin die Hälfte der Befragten, dass die Stadtwerke  einen Wettbewerbsvorteil gegenüber überregionalen Anbietern haben werden. Auch großen flexiblen Plattformanbietern wie  Deutsche Bahn, Deutsche Telekom oder Google werden beträchtliche Marktchancen eingeräumt.

Zwei Drittel der Befragten glaubt, dass sie bei Mobilitätsdienstleistungen eine integrierende Rolle spielen werden. Für Studienleiter Matthias Deeg sind diese Einschätzungen ein Beleg dafür, ,,dass die zukünftigen Geschäftsfelder noch nicht besetzt sind und damit die Dienstleistungen im Bereich E-Mobility aus verschiedenen Branchen stark umkämpft sein werden”.


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