Fahrlehrer sollen an Assistenzsystemen schulen

Eine Zusatzausbildung für die neuen Fahrerassistenz-Systeme fordert Professor Hans-Peter Krüger von der Universität Würzburg.

Die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen wie ABS und ESP habe das Fahren entscheidend verändert. Viele Autofahrer vertrauten auf deren fehlerloses Funktionieren und führen mit mehr Risiko, erklärte Krüger auf dem 3. Deutschen Fahrlehrerkongress in Berlin.

Er warte warnte davor, dass die neuen Technologien Systemgrenzen und Fehlfunktionen haben können. Wenn ein Abstandswarnsystem durch einen Fehler ein vorausfahrendes Fahrzeug nicht erkennt oder ein Notbremssystem unnötig auslöst – dann müsse sich der Fahrer unverzüglich einschalten.

Viele Fahrzeuglenker seien darauf aber nicht vorbereitet. Damit könne das Fahren mit Assistenzsystemen in vielen Fällen sogar schwieriger sein als ohne diese Hilfen.

Deshalb sei in der Fahrausbildung zusätzlich zum Basiskurs ein eigener Ausbildungsblock für Assistenzsysteme nötig, in dem die Fahranwärter in Handhabung, Wirkungsweise und im richtigen Verhalten bei auftretenden Fehlfunktionen unterwiesen werden.

Dieser Ausbildungsteil sollte nach Auffassung des Experten nicht auf Fahranfänger beschränkt sein, sondern von den Fahrschulen als Zusatzausbildung auch jenen älteren Fahrern angeboten werden, die eigene Erfahrungen mit Assistenzsystemen erst im höheren Alter machen.


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