automotiveIT http://www.automotiveit.eu News & Fakten für Top-Entscheider der Automobilindustrie: CIOs, IT-Manager, Fachbereichsleiter Tue, 27 Jun 2017 10:49:53 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.7.5 „Heute herrscht eine Art neuer digitaler Unübersichtlichkeit“ http://www.automotiveit.eu/heute-herrscht-eine-art-neuer-digitaler-unu%cc%88bersichtlichkeit/top-interviews/id-0057472 Tue, 27 Jun 2017 07:53:12 +0000 http://www.automotiveit.eu/?p=57472

Tragen Kompetenzträger einen Blaumann, spielen sie im digitalen Diskurs von Unternehmen keine Rolle. Im Interview warnt Arbeitssoziologin Sabine Pfeiffer vor diesen überholten Denkmustern und fordert in der Debatte um Digitalsierung und Industrie 4.0 ein offenes Visier und von den Unternehmen mehr Mut, um neue Arbeitsprozesse anzustoßen.

Frau Pfeiffer, Sie erforschen als Arbeitssoziologin an der Universität Hohenheim den Wandel der Arbeit. Welche Beobachtungen stechen Ihnen aktuell besonders ins Auge?

Erfreulicherweise pflegen wir in Deutschland seit 2011 wieder einen breiten öffentlichen Diskurs über Arbeit. Wir reden auf verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen darüber, wie Arbeit aussieht und sich in Zeiten der Digitalisierung verändert. Dafür hat sich viele Jahre kaum jemand interessiert.

Welche Themen dominieren die Debatte?

Der Diskurs wird oft als sehr technisch wahrgenommen. Vielleicht liegt das an den Themen, die unter der großen Überschrift Digitalisierung 4.0 subsumiert sind: Künstliche Intelligenz, Robotik, Wearables, Social Media – die Liste ist lang und sie zeigt, vor welchen Herausforderungen Unternehmen in allen Branchen stehen. Es geht nicht mehr darum, eine einzelne neue Technologie strategisch zu bewerten und sie in die betrieblichen Abläufe zu integrieren. Es steht vielmehr ein ganzes Bündel neuer Möglichkeiten vor den Werktoren und Bürotüren.

Gibt es Patentrezepte? Wie sollten Betriebe damit sinnvollerweise umgehen?

Anders als in den letzten 20 Jahren. Zu lange hieß die Strategie: Wir gehen auf Nummer sicher und wagen keine Experimente. Viele warteten erst mal ab und orientierten sich daran, was andere Unternehmen gemacht haben. Kam dann das Gefühl auf, den Anschluss zu verpassen, wurden eilige Kaufentscheidungen getroffen. Zulieferer taten grundsätzlich nichts ohne Vorgabe der Hersteller, mit denen sie zusammenarbeiteten. Dadurch kam vielen Unternehmen die Fähigkeit abhanden, auf Basis ihrer fachlichen Kernkompetenz und in Einklang mit der Firmenstrategie einen eigenen Weg in die Digitalisierung zu beschreiten. Heute herrscht eine Art neuer digitaler Unübersichtlichkeit, in der alle nach jemandem suchen, der sagt, wo es lang gehen soll.

Das gesamte Interview können Sie als Abonnent im Printmagazin oder mit unserer automotiveIT App (Android & Apple) auf Ihrem Tablet lesen. Ihr Abonnement können Sie hier bestellen.

Das Interview führten: Ralf Bretting und Hilmar Dunker
Bild: Claus Dick

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Volkswagen baut Kooperation mit Nvidia aus http://www.automotiveit.eu/volkswagen-baut-kooperation-mit-nvidia-aus/management/id-0057462 Tue, 27 Jun 2017 07:22:25 +0000 http://www.automotiveit.eu/?p=57462

Chiphersteller Nvidia und Volkswagen arbeiten künftig noch enger zusammen. Bild: Nvidia

Volkswagen intensiviert seine Zusammenarbeit mit dem US-Chiphersteller Nvidia. Bislang kooperiert der Konzern sowie die Marke Audi vornehmlich beim Einsatz künstlicher Intelligenz im Fahrzeug mit Nvidia. Nun sollen Deep Learning und KI auch Unternehmensprozesse beim Autobauer verbessern. 

„Künstliche Intelligenz ist der Schlüssel für die digitale Zukunft des Volkswagen Konzerns. Wir wollen leistungsfähige KI-Systeme selbst aufbauen und sinnvoll einsetzen. Deshalb bauen wir unser Expertenwissen auf diesem Gebiet aus“, sagt Volkswagen-CIO Martin Hofmann. 

Gemeinsam mit Nvidia arbeitet die Volkswagen-IT im eigenen Data Lab künftig an Möglichkeiten, maschinelles Lernen etwa für die Datenanalyse, die Verbesserung der Mensch-Roboter-Kollaboration oder effizientere Abläufe in Rechenzentren zu nutzen. Auch neue Verfahren, mit denen Verkehrsflüsse in Städten optimiert werden können, stehen auf dem Programm. 

Um das Thema weiter zu forcieren hat Volkswagen zudem im Data Lab ein Startup-Förderprogramm eingerichtet. Es soll internationale Jungfirmen, die Anwendungen in den Bereichen maschinelles Lernen und Deep Learning für den Automobil­sektor entwickeln, technisch und finanziell unterstützen. Gemeinsam mit Nvidia werden ab Herbst zunächst fünf Startups in das Förderprogramm aufgenommen.

Darüber hinaus starten beide Partner in diesem Jahr ein „Summer of Code“-Camp, in dem top­qualifizierte Studenten mit IT-, Mathematik- oder naturwissen­schaftlicher Qualifikation die Gelegenheit bekommen, in Teams Deep Learning-Methoden zu entwickeln und in einer Robotik-Umgebung einzusetzen.

Nvidia entwickelt sich in den vergangenen Monaten immer mehr zu einem offenbar unverzichtbaren Partner der Autobranche. Neben Volkswagen arbeiten auch der Zulieferer ZF sowie der japanische OEM Toyota mit dem Chiphersteller aus Kalifornien zusammen. Vor allem das autonome Fahren steht im Mittelpunkt der bisherigen Kooperationen von Nvidia in der Automobilindustrie. 

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UK-German Cyber-Security Forum http://www.automotiveit.eu/uk-german-cyber-security-forum/termine/id-0057459 Mon, 26 Jun 2017 11:10:53 +0000 http://www.automotiveit.eu/?p=57459 In Kooperation mit dem Sicherheitsnetzwerk München erfährt der interessierte Besucher alles über Großbritanniens Cyber-Strategie. Top-Experten und -Referenten diskutieren am 26. Juli 2017 im Park Hilton in München mit innovativen britischen Firmen und Startups über aktuelle Bedrohungen und ihre Abwehr.

Zu den Sprechern gehören Cyber-Experten von Audi, Siemens und MAN. Am Nachmittag wird es zudem eine spezielle Automotive-Session geben. 

Weitere Informationen zur Anmeldung und Agenda finden sich hier

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Fleutiaux leitet IT-Geschäft von T-Systems http://www.automotiveit.eu/fleutiaux-leitet-it-geschaeft-von-t-systems/news/id-0057454 Mon, 26 Jun 2017 09:44:45 +0000 http://www.automotiveit.eu/?p=57454

François Fleutiaux wird künftig die IT Division von T-Systems leiten. Bild: T-Systems

T-Systems hat einen Nachfolger für Ferri Abolhassan als Leiter der IT Division gefunden: Wie der Dienstleister bekanntgibt, wird François Fleutiaux von Fujitsu zur Telekom-Tochter wechseln. Der Posten war seit Herbst des vergangenen Jahres vakant, seit Abolhassan in die Geschäftsführung von Telekom Deutschland wechselte.

„Mehr als die Hälfte unserer Mitarbeiter ist im Ausland beheimatet. Deshalb ist es eine gute Entscheidung, die Geschäftsführung von T-Systems internationaler zu besetzen“, kommentiert T-Systems-Chef Reinhard Clemens die Neubesetzung. 

Fleutiaux ist seit fast 30 Jahren in der IT-Branche tätig. Angefangen hat der gebürtige Franzose 1989 bei IBM. 2006 wechselte er zu Unisys und führte als General Manager die Geschäfte in Spanien, später in Südeuropa und ab 2010 zusätzlich den Outsourcing-Vertrieb in Europa. Zuletzt war Fleutiaux bei Fujitsu als Senior Vice President verantwortlich für Westeuropa, seit 2015 als Vertriebs- und Länderchef für Europa, dem nahen Osten, Afrika und Indien.

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Bei digitaler Bildung besteht Nachholbedarf http://www.automotiveit.eu/bei-digitaler-bildung-besteht-nachholbedarf/news/id-0057434 Fri, 23 Jun 2017 09:33:50 +0000 http://www.automotiveit.eu/?p=57434

Digitale Kompetenzen werden in deutschen Schulen häufig nur sehr unzureichend vermittelt. Bild: Universität des Saarlandes

Schülerinnen und Schüler aus Deutschland liegen bei den digitalen Kompetenzen im internationalen Vergleich mit einem sechsten Platz bei 18 Ländern nur im oberen Mittelfeld. Ein Mangel an zeitgemäßer IT-Ausstattung der Schulen und fehlende Fort- und Weiterbildungen von Lehrkräften würden laut dem MINT Nachwuchsbarometer 2017 von acatech und der Körber-Stiftung dazu beitragen, dass die Entwicklung in der Bildung hinterherhinkt und sich der Fachkräftemangel bei Naturwissenschaften und Informatik weiter verschärft.

Nach Angaben der Studienautoren hätten nur 20 Prozent der 6- bis 8-Jährigen regelmäßig Grundschulunterricht am PC oder nutzen den Computer in Pausen oder Nachmittagsangeboten. An weiterführenden Schulen sind die Lehrinhalte überwiegend auf Internet-Recherchen (81 Prozent) und die Bedienung von Programmen (73 Prozent) ausgerichtet. Technische Grundlagen (36 Prozent) oder das Programmieren einer Website (26 Prozent) würden dagagen nur selten vermittelt werden.

„Digitale Kompetenzen lassen sich mit Tafel und Kreide nur schwer aufbauen. In Deutschland erwerben Schülerinnen und Schüler ihr digitales Knowhow weitgehend in der Freizeit“, sagt acatech Präsidiumsmitglied Ortwin Renn. Daher spielt auch die digitale Wissensvermittlung im Elternhaus eine wichtige Rolle. 29 Prozent stoßen laut eigener Aussage aber selbst an Grenzen bei der Gerätenutzung und treffen keine Verabredung, welche Inhalte sich ihre Kinder im Netz ansehen dürfen.

Um Kompetenzen zu bündeln, wollen 80 Prozent der befragten Eltern in Sachen digitaler Bildung mit Schulen und Lehrern an einem Strang ziehen. Auch die Lehrkräfte sehen sich laut der Studienergebnisse zunehmend in der Verantwortung. Es bestünde jedoch Nachholbedarf bei der eigenen digitalen Anwendungskompetenz: Nur jede fünfte Lehrkraft wurde im Studium auf den Einsatz digitaler Medien im Unterricht vorbereitet, dahingehend weitergebildet haben sich im Schuljahr 2015/2016 knapp über 50 Prozent.

Nach Ansicht der Studienautoren wirke sich die mangelnde digitale Bildung vor allem negativ auf die MINT-Berufe aus. Laut Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln fehlten in diesem Bereich Ende April 2017 mehr als 237.500 Arbeitskräfte (plus 38 Prozent innerhalb eines Jahres). Rückläufig sei besonders das Interesse an Elektrotechnik und Maschinenbau. 

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Die Beschleuniger http://www.automotiveit.eu/die-beschleuniger/blickpunkt/id-0057428 Fri, 23 Jun 2017 08:34:33 +0000 http://www.automotiveit.eu/?p=57428

Die Digitalisierung verlangt der lange Zeit mechanisch-elektronisch determinierten Autoindustrie ein völlig neues Skillset ab. Frische Ideen erhofft man sich nun von Jungunternehmen.

Autohersteller zählen in Deutschland zu den beliebtesten Arbeitgebern. Sie können unter den besten Absolventen der angesagten Universitäten und Hochschulen aussuchen. Doch das reicht nicht, um Zugang zu den neuesten Techniken zu erhalten. Denn das Heraufziehen der digitalen Revolution bedeutet für die Autohersteller das Ende so ziemlich aller Gewissheiten, die in der Vergangenheit galten. Die Beherrschung von Mechanik und Mechatronik allein ist zu wenig, um vor den Herausforderungen der Zukunft zu bestehen. Neue Techniken im Auto, neue Nutzungsarten der Autos, neue Geschäftsmodelle werden in nicht allzu ferner Zukunft die erfolgsbestimmenden Faktoren sein. Nur welche? Das Ausmaß ihrer Unsicherheit veranlasst gegenwärtig die Autohersteller querbeet dazu, ihren Zukunftsradar auf Hochtouren laufen zu lassen.

Derzeit besonders angesagt sind Aktivitäten, die darauf abzielen, Zugang zu Startup-Unternehmen zu bekommen. Dabei liefern sich die Autobauer einen Wettlauf, der an Dynamik ständig zunimmt und sicherlich auch eine Kleinigkeit kostet. Warum tun die das? „Es geht hier nicht einfach darum, die fähigsten Ingenieure in den klassischen Disziplinen zu finden“, kommentiert Mario Zillmann, Partner bei dem auf den IT-Arbeitsmarkt spezialisierten Beratungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder. „Es geht um Themen und Perspektiven, die darüber hinausgehen – etwa innovative Wege zur Kundenbindung zu finden, es geht darum, die Customer Journey im Showroom zu ergründen, es geht um neue Geschäftsmodelle, um Kreativität und Out-of-the-Box-Denken. Das alles sind Dinge, die im Ingenieurstudium nicht vorkommen.“

Der Run auf die Kreativen hat in der Autobranche schon vor geraumer Zeit eingesetzt. So hat beispielsweise BMW seine Investmenttochter i-Ventures bereits 2011 aus der Taufe gehoben. Zunächst war das Unternehmen in New York angesiedelt, der Nähe zur US-Börse wegen. Vor einem halben Jahr verlagerten die Bayern den Stammsitz ihrer Tochter nun direkt in die Höhle des digitalen Löwen, ins Silicon Valley. Bei dieser Gelegenheit verfünffachten sie gleich das Budget des Venture Fonds auf 500 Millionen Euro. Konkurrent Volkswagen hält mit seinem Ideation Hub dagegen. Die im Herbst 2015 gegründete Einheit soll als „Drehkreuz für Ideen“ dienen, soll „Türöffner, Mediator und Businesspate für Startups“ zugleich sein, schwärmt Unternehmenssprecher Jonas Kulawik.

Im Gegensatz zu i-Ventures will die Volkswagen-Agentur sich nicht auf das Silicon Valley versteifen, ihren Schwerpunkt eher thematisch als geografisch setzen. „Wir konzentrieren uns auf Ideen rund um die Themen Smart Mobility, digitale Kundenservices, Industrie 4.0 und Arbeitsplatz der Zukunft“, so Kulawik. Eine gewisse regionale Ausprägung ist dennoch entstanden: Durch Kooperationen mit den Gründernetzwerken CUBE und B!gründet hat der Ideation Hub einen guten Draht in das als deutsches Kreativ-Mekka geltende Berlin etabliert.

Die meisten Schlagzeilen macht derzeit Daimler mit der Initiative „Startup Autobahn“. Das im Sommer 2016 gestartete Projekt soll für den Autokonzern einen zusätzlichen Innovationskanal erschließen und besonders vielversprechende Ideen identifizieren. „Wir wollen den Kontakt mit Startups halten, über einen gesteuerten Co-Working-Prozess eine gezielte Zusammenarbeit aufbauen und damit eventuell der erste Kunde dieser Unternehmen werden“, beschreibt Anne Knierim, Leiterin Technologiemanagement und Forschungspolitik bei der Daimler AG, die Stoßrichtung. Das ist aber noch nicht alles: Mit der Förderung ganz junger Unternehmen beschwören die Stuttgarter den Pioniergeist der eigenen Gründerjahre. „Wir wollen damit auch das Corporate Entrepreneurship stärken und unsere eigenen Mitarbeiter stärker mit dem Spirit des Erfindertums in Verbindung bringen.“

Dabei schielt das Unternehmen nicht so sehr nach dem Silicon Valley, sondern will im Raum Stuttgart ein heimisches Ecosystem für Startups und Erfinder etablieren. Die Bewerber müssen dabei nicht unbedingt aus dem Schwabenland oder auch nur aus Deutschland kommen. „Die Kandidaten können international sein“, erläutert Knierim. „Wir haben auch Unternehmen aus Israel, den USA und Südamerika im Programm.“ Daimlers Idee der Startup-Förderung findet mittlerweile Anhänger über die Marke mit dem Stern hinaus. Weitere Unternehmer als Förderer und mögliche Abnehmer für Ideen haben sich dem Netzwerk angeschlossen, darunter der Kfz-Zulieferer ZF, die IT-Firma Hewlett Packard Enterprise, der Elektronikhersteller Murata und der Chemieriese BASF. Mit Porsche ist sogar ein Unternehmen aus der VW-Gruppe mit an Bord.

Startup Autobahn hat den Jungunternehmen einiges zu bieten. Wer sich bewirbt und das Casting übersteht, kann auf Unterstützung mit Knowhow, attraktiven Kooperationsmodellen und Infrastruktur hoffen. Im aktuell stattfindenden zweiten Durchgang des Programms können die Jungstars in der Zukunftswerkstatt Arena2036 auf dem Gelände der Universität Stuttgart ihre Projekte verwirklichen. Bei der Auswahl der Kandidaten greift Daimler – wie übrigens auch andere Unternehmen der deutschen Autobranche – auf die Dienste der Talentvermittlung Plug and Play zurück. Plug and Play kommt aus dem Silicon Valley und hat dort bereits US-Startups gefördert, die anschließend eine Bilderbuchkarriere hinlegten, etwa Dropbox und PayPal.

Nun half Plug and Play den Schwaben, vielversprechende Talente zu finden. Der Andrang war groß, das Auswahlverfahren hart. In das Förderprogramm schafften es schließlich 28 Unternehmen. „Eine gute Technikidee reicht nicht aus“, verdeutlicht Knierim. „Wir nehmen auch den Businessplan unter die Lupe und sehen uns genau an, welche Fähigkeiten das Management mitbringt.“ Das Themenspektrum der glücklichen Gewinner ist so breit wie die Spanne der möglichen Herausforderungen: Es reicht von innovativen Methoden, jeden Ort der Erde digital zu adressieren, über Virtual Reality, Verkehrsführung, neue Wege der Mensch-Maschine-Interaktion bis zu IT-Security für Autos.

Das Jungunternehmen Bernstein Technologies aus München etwa arbeitet daran, die von der Cyber-Währung Bitcoin bekannte Blockchain-Technik für Anwendungen zum Schutz geistigen Eigentums einzusetzen. Mit welcher Motivation bewirbt sich so ein Unternehmen bei einem Startup-Casting eines Autoherstellers? „Startup Autobahn genießt einen sehr guten Ruf als Beschleuniger“, erklärt Marco Barulli von Bernstein. „Daher ist es sicherlich eine gute Bestätigung für die eigene Geschäftsidee, von Startup Autobahn akzeptiert zu werden. Für ein Startup in einer sehr frühen Phase ist so etwas enorm wichtig.“

Autor: Christoph Hammerschmidt

Foto: BMW Illustration: iStockphoto/serkorkin

Dieser Artikel erschien erstmals in der automotiveIT 03/04 2017

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Xain gewinnt Porsche Innovation Contest http://www.automotiveit.eu/xain-gewinnt-porsche-innovation-contest/news/id-0057422 Thu, 22 Jun 2017 12:10:27 +0000 http://www.automotiveit.eu/?p=57422

Das Startup Xain konnte den ersten Porsche Innovation Contest für sich entscheiden. Bild: Porsche

Das Berliner Startup Xain hat den ersten Porsche Innovation Contest zum Thema Blockchain gewonnen. Das erst im Februar 2017 gegründete Unternehmen ist auf die Entwicklung von Blockchain-Systemen sowie Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen und Datenanalyse spezialisiert und konnte sich gegen mehr als 100 weitere Wettbewerber durchsetzen.

Auf die von Gründer Leif-Nissen Lundbaek und Felix Hahmann warten 25.000 Euro Preisgeld, die Teilnahme an einem dreimonatigen Accelerator-Programm der HHL Leipzig sowie ein gemeinsames Projekt mit Porsche, um den Einsatz von Blockchain im Unternehmen zu erproben. 

„Wir wollen aus der Startup-Szene neue Impulse zum disruptiven Potential des Transaktionssystems Blockchain gewinnen“, sagt Martin Roth, Leiter Strategie Finanzen und Risikomanagement bei Porsche. Zentral sei die Frage, inwieweit der Einsatz der Technologie in der Wertschöpfungskette des Unternehmens sinnvoll und realisierbar ist. Am Anfang der Zusammenarbeit steht eine dreimonatige Pilotphase. In dieser Zeit soll ein konkreter Prototyp einer Blockchain-basierten Anwendung entstehen.

Bei Blockchain handelt sich um eine Art digitalen Kontoauszug für Vertragshandlungen zwischen Computern. Ursprünglich wurde die Technologie für die Finanzwelt entwickelt. Das dezentrale und transparente Buchungssystem hat das Potential, auf jede Art von Vertrag ausgeweitet zu werden.

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Ford führt Video Check in Werkstätten ein http://www.automotiveit.eu/ford-fuehrt-video-check-in-werkstaetten-ein/news/id-0057415 Thu, 22 Jun 2017 11:12:17 +0000 http://www.automotiveit.eu/?p=57415

Ein Ford-Techniker dokumentiert per Video den Reparaturbedarf am Fahrzeug. Bild: Ford

Ford bietet seinen Werkstattkunden ab diesem Jahr den Service „Ford Video Check“ an. Damit können sich Kunden vom Techniker ein Video des Service- und Reparaturbedarfs am Fahrzeug, etwa während der Inspektion, zusenden lassen. 

Der Fahrzeughalter kann anhand der visuellen und verbalen Informationen entscheiden, wie er hinsichtlich der erforderlichen Services weiter verfahren möchte. Jörg Pilger, Marketing Direktor der Ford Customer Service Division von Ford Europa sagt: „Ford Video Check ist eine videobasierte Kommunikationsplattform, die mehr Kundenvertrauen schafft und auch die Kundenzufriedenheit mit unseren Werkstätten nachhaltig positiv beeinflusst.“

Angeboten wird der Video Check in Ford-Werkstätten in zwölf Ländern in Europa. Seit Einführung des Dienstes zu Beginn des Jahres haben sich laut Ford in Deutschland bereits mehr als 300 Partner dazu entschieden, ihren Kunden diesen Zusatzservice anzubieten. 

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Digitale Sorglosigkeit in Chefetagen nimmt ab http://www.automotiveit.eu/digitale-sorglosigkeit-in-chefetagen-nimmt-ab/news/id-0057410 Thu, 22 Jun 2017 09:42:12 +0000 http://www.automotiveit.eu/?p=57410

Laut einer aktuellen Studie steigt das Bewusstsein der Geschäftsleitung für die IT-Sicherheit.

Cybersecurity scheint in den Chefetagen deutscher Unternehmen zunehmend ernst genommen zu werden. Das zeigt eine Studie der Unternehmensberatung Sopra Steria. Demnach haben bereits sechs von zehn Firmen eine fundierte IT-Sicherheitsstrategie. Bei den Großunternehmen sind es sogar 80 Prozent. 

Die befragten IT-Entscheider sehen außerdem ein gesteigertes Bewusstsein bei ihren Chefs für das Thema. Bemängelte 2015 noch jeder zweite CIO, dass Risiken unterschätzt werden, sind es in diesem Jahr nur noch 38 Prozent. Jeder vierte IT-Entscheider wünscht sich allerdings weniger Risikobereitschaft bei ihrer Geschäftsleitung.

„IT-Sicherheitsvorfälle durch den Diebstahl digitaler Identitäten teilweise in millionenfacher Anzahl zeigen, dass Cyberangriffe auf Unternehmen komplexer und professioneller werden“, kommentiert Urs M. Krämer, CEO von Sopra Steria Consulting. „Informationssicherheit ist Pflichtdisziplin einer digitalen Wirtschaft. Ein sorgloser Umgang mit Cyberrisiken, wie er gerade in den Führungsetagen lange Zeit herrschte und immer noch zu finden ist, kann sich kein Unternehmen mehr erlauben.“

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Achim Berg ist neuer Bitkom-Präsident http://www.automotiveit.eu/achim-berg-ist-neuer-bitkom-praesident/news/id-0057400 Wed, 21 Jun 2017 06:31:34 +0000 http://www.automotiveit.eu/?p=57400

Achim Berg leitet künftig den Hightechverband Bitkom. Bild: Bitkom

Achim Berg ist neuer Präsident des Bitkom. Bislang war der 53-Jährige Vizepräsident des Digitalverbandes. Berg folgt damit auf Thorsten Dirks, der mit seinem Wechsel von Telefónica in den Lufthansa-Vorstand als Eurowings-Chef nicht erneut für den Vorsitz kandidierte. 

„Es muss uns gelingen, bei Zukunftstechnologien wie 3D-Druck, intelligenter Mobilität und Künstlicher Intelligenz nicht nur in der Forschung ganz vorne mit dabei zu sein, sondern dieses weltweit einzigartige Wissen in marktfähige Produkte und Lösungen umzusetzen“, sagt Berg nach seiner Wahl. „Deutschland muss ein global führender Digitalstandort werden. Das ist mein Ziel und das sollte auch ein Ziel der künftigen Bundesregierung sein.“

Achim Berg gilt als Fachmann für sämtliche Facetten der Digitalisierung. Aktuell ist er geschäftsführender Gesellschafter der IT-Beratung Mabcon sowie Beiratsvorsitzender der Mobilitätsplattform Flixbus. Zuvor war Berg Vorstandsvorsitzender bei Arvato sowie Vorstandsmitglied bei Bertelsmann, hatte Führungspositionen in der Microsoft-Zentrale in Seattle inne und führte die Microsoft-Geschäfte in Deutschland. Berg sammelte als Vorstand der Festnetzsparte der Deutschen Telekom Erfahrungen in der Telekommunikation und trug als Deutschland-Chef von Fujitsu Computers Verantwortung bei einem der weltweit größten Hardware-Hersteller.

Vizepräsidenten des Bitkom bleiben Ulrich Dietz von GFT Technologies und Telekom-Chef Thimoteus Höttges. Neu zum Vizepräsidenten gewählt wurde SAP-Vorstand Michael Kleinemeier. Catharina van Delden, Gründerin und Geschäftsführerin innosabi GmbH, rückt als neue Schatzmeisterin in den Geschäftsführenden Vorstand des Bitkom auf.

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