Mit dem Praxistest beim Partner ZF Friedrichshafen geht die IT-Alarmanlage ,,FIDeS” in die Halbzeit und entscheidende Phase: Ziel des dreijährigen Forschungsprojektes ist ein IT-Frühwarnsystem gegen Datenspione und Hacker.
Der Autozulieferer ZF mit einem weltweit verzweigten Unternehmensnetzwerk ist da die ideale Testplattform. Insgesamt hat das vom Bundesforschungsministerium geförderte Projekt sieben Partner. Das Technologiezentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) der Uni Bremen fungiert als Koordinator, dabei sind auch das Institut für Internet-Sicherheit, algorithmica technologies GmbH und die mobile solution group GmbH. T-Systems kümmert sich unter anderem um die Festlegung der Netzbereiche für FIDeS und ist an der Erprobung der Lösung auf ihre Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität beteiligt.
Nicos aus Münster bildet im Projekt die Schnittstelle zwischen den Datenströmen von Wirtschaftsunternehmen wie der ZF Friedrichshafen und den Analysen der Universitätsforscher. „Wir stellen die passende Hard- und Software zur Verfügung, damit die Wissenschaftler ihre Lösungsideen anhand der empirischen Daten überprüfen und anpassen können“, berichtet Markus Diedrich, Technischer Leiter bei der Nicos AG, die auf die Gestaltung komplexer IT weltweit agierender Mittelständler spezialisiert ist. Für FIDeS will Diedrich einige Kunden gezielt ansprechen, um sie noch während des Projekts mit ins Boot zu holen.
Es gilt, eine lernfähige Alarmanlage hinter der Firewall zu entwickeln, die den Experten in den Unternehmen wichtige Informationen an die Hand gibt, um Angriffe identifizieren und abwehren zu können. Dafür bleiben noch 18 Monate Zeit, und die Chancen stehen gut. Jeder der immer professionelleren, mit krimineller Energie gestarteten Angriffe kündigt sich irgendwie an, hinterlässt Spuren und kommt nicht schlagartig aus dem Nichts. Es geht darum, ihn anhand von Indizien im Getümmel von Millionen Transaktionen identifizieren zu können.
Dafür setzt der Projektpartner TZI auf die Verfahren der Künstlichen Intelligenz, die sich für die Erstellung hochkomplexer Prognosen hervorragend eignen. „Wir wollen den Sicherheitsverantwortlichen in den Unternehmen das Leben leichter machen. Sie sollen frühzeitig ein Werkzeug an die Hand bekommen, das ihnen Hilfestellung bei der Entscheidung gibt, ob ein Angriff von außen vorliegt oder nicht“, erklärt Projektkoordinator Professor Michael Lawo.
FIDeS meldet Hacker und Datendiebe
3. August 2010





