Bauteile suchen sich eigenständig ihren Weg durch die Produktion, Komponenten speichern ihre Fertigungsdaten, Produkte besitzen eine dauerhafte Identifizierung zur lückenlosen Rückverfolgung im Lebenszyklus, und Plagiate werden sofort erkennbar. Fahrwerkskomponenten überwachen ihren Zustand und veranlassen bei Bedarf selbstständig eine Inspektion. Mit diesen Szenarien befasst sich an der Leibniz Universität Hannover der Sonderforschungsbereich (SFB) 653 ,,Gentelligente Bauteile im Lebenszyklus – Nutzung vererbbarer, bauteilinhärenter Informationen in der Produktionstechnik”.
Ein Ziel des SFB ist es, Beanspruchungsinformationen aus dem Lebenszyklus im Bauteil selbst zu integrieren. So speichert etwa der Querlenker im Automobil aufgetretene Belastungen mit Hilfe der Materialeigenschaften. Überlastungen können dann sehr einfach durch Wirbelstrommessgeräte ausgelesen werden. Bei gentelligenten Bauteilen oder Werkzeugen fühlen nicht Sensoren, das Material selbst fühlt.
Am 22. April lädt der SFB im Rahmen der Hannover Messe zum 3. Kolloquium nach Hannover ein. Unter dem Motto ,,Genetik und Intelligenz – Neue Wege in der Produktionstechnik” stellen Wissenschaftler und Gastvortragende aus der Industrie Forschungsergebnisse und industrielle Anwendungsbeispiele vor. Das Kolloquium steht allen Interessierten offen. Der Eintritt ist für Besucher der Hannover Messe frei, es wird aber um Anmeldung gebeten.
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