Moderne Fahrzeuge sind vollgepackt mit Elektronik. Weil die oft für mehr Sicherheit sorgt, heißt es bei Fehlern nicht selten: stopp! Der Wagen muss vor der Weiterfahrt in die Werkstatt. Deshalb gilt für Autofahrer in diesen Tagen bei Temperaturen jenseits 35 Grad Celsius, nicht nur auf die eigene Gesundheit zu achten, sondern auch das Auto zu kühlen. Zur regelmäßigen Kontrolle der Flüssigkeiten kommt hinzu, das Fahrzeug geschützt vor der Sonne abzustellen. Was für Menschen gilt, tut in diesem Fall auch der Elektronik gut. Die elektrischen Bauelemente sind grundsätzlich für einen Temperaturbereich zwischen minus 40 und plus 85 Grad Celsius ausgelegt. „Gerade beim Parken kann die Temperatur unter der Motorhaube auf 100 Grad Celsius ansteigen. Dann leiden Halbleiter und Co.“, sagt Philip Puls von TÜV SÜD.
Im Sommer sollte das Fahrzeug immer an kühlen Orten geparkt werden. Denn im Stehen droht die größte Überhitzungsgefahr. Steigt die Temperatur unter der Haube bis an die 100 Grad Celsius heran, drohen durch die Wärmeausdehnung und spätere Abkühlung, beispielsweise durch den Fahrtwind, Haarrisse in Platinen. Solche Schäden machen sich daher oft nicht sofort bemerkbar. Steigt das Steuergerät dann auf der Autobahn aus, ist Schluss mit der Reise. Deshalb heißt es: Schatten suchen oder das Auto in der Garage parken. „Dies gilt besonders nach längeren Fahrten oder Passfahrten, wenn die Elektronik ohnehin schon sehr heiß geworden ist“, so Puls. Beim Schatten darauf achten, dass das Auto nicht nach einer Stunde trotzdem in der prallen Sonne steht.

