Neues Labor erforscht IT-Servicekonzepte

Ein weltweit bedeutendes Computer-Forschungslabor geht jetzt am Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Betrieb.
Das ,,HPI Future SOC Lab” in Potsdam ist  ein mit modernsten Hochleistungs-Rechnern ausgestattetes Spitzenforschungslabor der Informatik. Das Labor wird von einem hochkarätigen Konsortium von IT-Konzernen, darunter Fujitsu, Hewlett-Packard und SAP, mit modernster Hardware und neuester Software unterstützt. Beides kommt gerade aus den Entwicklungsabteilungen und wird erst in Kürze im Markt verfügbar sein. Darunter sind zum Beispiel Hochleistungsserver mit bis zu 128 logischen Rechenkernen und bis zu zwei Terabyte Hauptspeicherkapazität. Zum Vergleich: Das ist fast 500 Mal so viel wie in einem handelsüblichen PC.
Das Labor nimmt seine Arbeit in einer Phase revolutionärer Veränderungen bei den Rechnerarchitekturen auf: Mehrkernprozessoren, immense neue Hauptspei-cherkapazitäten, veränderte Art der schnellen Verarbeitung riesiger Datenmengen – wenn neueste Rechner-Architekturen künftig optimal mit massiv parallel arbeitender Software zusammenwirken, werden sich die meisten Verarbeitungsschritte in der IT-Praxis großer Unternehmen und Institutionen um mehrere Größenordnungen (bis zum Faktor 100) beschleunigen lassen. Auch Virtualisierung und Cloud Computing leisten dazu wichtige Beiträge.
Im ,,Future SOC Lab” werden diese Zusammenhänge untersucht. Die Forscher können auf Antrag realitätsnah neue Konzepte erforschen, die für das Service-Oriented Computing  wichtig sind. Dabei geht es unter anderem darum, dass Software-Anwendungen nicht mehr im hauseigenen Rechenzentrum oder vom Endbenutzer selbst, sondern von Anbietern entsprechender Dienste ausgeführt werden.


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