Nachdem seit Jahren das Volumen des deutschen Marktes für IT-Beratung und Systemintegration mit durchschnittlich fünf Prozent pro Jahr gewachsen war, brachte das Jahr 2009 als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise mit minus 7,1 Prozent den tiefsten Einbruch seit Bestehen. Der Markt erreichte 2009 nach Ermittlungen des Branchenverbandes Bitkom und von EITO ein Gesamtvolumen von 14,9 Milliarden Euro (2008: 16,1 Milliarden Euro).
Die von der Lünendonk GmbH ( Kaufbeuren) ermittelten 25 führenden IT-Unter-nehmen, die im Jahr 2009 die höchsten Umsätze in Deutschland erzielten und jeweils mindestens 60 Prozent ihres Umsatzes mit IT-Beratung und Systemin-tegration machten, verzeichneten im Jahr 2009 zusammen Inlandsumsätze von 5,8 Milliarden Euro. Sie deckten damit 2009 insgesamt fast 39 Prozent des relevanten Inlandsmarktes (14,9 Milliarden Euro) ab.
Nummer eins auf dem deutschen Markt bleibt IBM mit 1,22 Milliarden Euro Umsatz. Deutlich dahinter folgen Accenture (740) , Lufthansa Systems (454) und Capgeminin (422 Millionen Euro). Die Veränderungen der Inlandsumsätze 2009 gegenüber 2008 zeigen große Unterschiede. Sie reichen von plus 20 Prozent bis minus 20 Prozent. 14 der 25 Top-Unternehmen mussten im Jahr 2009 Einbußen bei ihren Inlandsum-sätzen hinnehmen, davon fünf mit zweistelligen Rückgangsraten.
Der Schock über den Markteinbruch 2009 prägt auch die Planungen und Prognosen für die nahe Zukunft. Für das laufende Jahr 2010 erwarten die Top 25 im Durchschnitt ein Wachstum des deutschen IT-Beratungs-Gesamtmarktes um rund drei Prozent. Für ihre individuellen Unter-nehmensumsätze gehen sie für das laufende Jahr bereits wieder von einer Zunahme von rund fünf Prozent aus. Mittelfristig (2010-2015) erwarten die meisten der großen IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen ebenfalls fünf Prozent Wachstum jährlich.
Gut 42 700 Mitarbeiter waren 2009 bei den Top 25 IT-Beratungs- und System-integrations-Unternehmen in Deutschland beschäftigt. Das sind nur knapp 1 000 weniger als 2008.




