Sieben Tipps für den Abschluss von Outsourcing-Verträgen gibt die IT-Beratungsfirma Experton Group – aus begründetem Anlass, wie Heinz Schick, Senior Vice Präsident von Experton, erklärt.
Da im Outsourcing Markt mittlerweile starker Verdrängungswettbewerb herrsche, werde zum Teil mit harten Bandagen um Aufträge gekämpft. Schick: „Gerade im Mittelstand passiert es, dass der unterlegene Provider dem potentiellen Kunden verspricht, der Preis sei kein Problem; man werde das schon regeln.“ Das führe in vielen Fällen zu Missverständnissen und Streitigkeiten zwischen den Parteien hinsichtlich zusätzlicher Rechnungen während der Laufzeit.
Experton rät daher, Verträge nur unter der Voraussetzung abzuschließen, dass der Provider den Outsourcing Deal über die Vertragslaufzeit mit bescheidenem Gewinn managen kann. Zur Einschätzung, ob ein Deal für den Provider akzeptabel sei oder nicht, sollte der Rat von Experten eingeholt werden. Eine Indikation liege vor, wenn mindestens eine der folgenden Fragen mit „ja“ beantwortet werden könne:
1. Wurde die Preissenkung nach Abschluss der Preisverhandlungen angeboten?
2. Hat der IT-Provider erkennen lassen, dass er den Deal um jeden Preis haben möchte?
3. Wurden nach Abschluss der Preisverhandlungen zusätzliche Preisnachlässe um mehr als 5 Prozent angeboten?
4. Wendet sich das Management des IT-Providers an den Geschäftsführer und umgeht den vorgegebenen Anspracheweg?
5. Ist die Delivery des IT-Providers in die Preisnachlässe nicht involviert und handelt es sich um Marketing Gelder?
6. Existieren in den Services Schlupflöcher für zusätzlich berechenbare Leistungen?
7. Wurden Benchmarks während der Vertragslaufzeit abgelehnt?
Tipps für Outsourcing im Mittelstand
18. Mai 2010




