IT-Services im engeren Sinne sind Outsourcing, Application Management, Facilities Management sowie Equipment Services, Maintenance und Training. Sie machten 2009 nach den Ermittlungen des Branchenverbandes Bitkom und EIKO in Deutschland 17,3 Milliarden Euro und sind damit das größter Segment im IT- und Software-Markt.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat diesen Bereich nicht zurückgeworfen, sondern nur gebremst, wie aus dem aktuellen Bericht der Lünendonk GmbH (Kaufbeuren) hervorgeht. Auch im Krisenjahr 2009 legte der Umsatz noch um zwei Prozent zu. Soweit die Unternehmen Angaben zu individuellen Umsatzerwartungen gemacht haben, ergeben diese im Durchschnitt für 2010 ein deutlich gesteigertes Wachstum in Höhe von 5,6 Prozent.
In den vergangenen Jahren traten überwiegend am IT-Service-Markt als Tochter-gesellschaften ausgegliederte IT-Bereiche von Wirtschafts- und Finanzkonzernen in Erscheinung. Diese Anbieter haben zwar überwiegend konzerninterne Kunden, wenden sich aber mit ihren Dienstleistungen auch an externe Kundenmärkte. Dazu gehören zum Teil sehr große IT-Service-Unternehmen, wie Bayer Business Services, Fiducia IT, Finanz Informatik und GAD. In diesem Geschäft sind schwerpunktmäßig auch große Hardware- Produzenten wie beispielsweise IBM und Hewlett-Packard erfolgreich tätig.
Wegen der Vielfalt des Leistungsangebots lassen sich die meisten dieser großen IT-Unternehmen nicht den üblichen Kategorien der IT-Software- und Service-Anbieter zuordnen. So gehören, gemessen an ihren spezifischen Umsätzen, einige der Unternehmen wie T-Systems oder Siemens IT Solutions and Services auch zu den größten Systemintegratoren. IBM und HP zählen beispielsweise auch zu den großen Standard-Software-Anbietern in Deutschland. Ihre entsprechenden Umsatzanteile liegen jedoch unter 60 Prozent, da die Umsätze mit anderen Leistungen, etwa dem Hardware-Geschäft, größeres Gewicht haben.
Eine weitere Gruppe von IT-Service-Anbietern bilden Unternehmen, die in der Vergangenheit als Systemhäuser sehr große Hardware- und Software-Handels-anteile aufwiesen und sich inzwischen immer stärker in Richtung Beratung, Implementierung und sogar Managed Services bewegen. Dazu zählen Cenit, Computacenter, Controlware und Dimension Data.
Da einige führende Anbieter in diesem Teilmarkt keine gesonderten Daten für die Dienstleistungskategorien veröffentlichen und manche internationale Unternehmen überhaupt keine entsprechenden Angaben für Deutschland machen, hat die Liste mit den großen IT-Service-Anbietern nur beschränkte Aussagefähigkeit. Nach dem Lünendonk-Ranking sind das die zehn größten IT-Service-Firmen auf dem deutschen Markt: 1.) T-Systems 6,198 Milliarden Euro, 2.) Hewlett Packard 3 Milliarden Euro, 3. ) IBM 2,75 Milliarden Euro, 4.) Siemens ITS 1,836 Milliarden Euro, 5.) 5.) Finanz Informatik 1,525 Milliarden Euro, 6.) Computacenter 1,03 Milliarden Euro, 7.) Bayer Business 701 Millionen Euro, 8.) Fiducia IT 633 Millionen Euro, 9.) GAD-Unterneh-mensgruppe 610 Millionen Euro, 10.) Atos 503 Millionen Euro.
IT-Services wachsen auch im Krisenjahr 2009
15. Mai 2010





