Die Managementberatungs-Unternehmen in Deutschland verzeichneten 2010 einen steilen Umsatzanstieg. Nach einem Umsatzminus im Zuge der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise 2009 um 1,6 Prozent haben laut Lünendonk die Beratungen mit einer Steigerungsrate von 13,8 Prozent im Jahr 2010 diesen Einbruch mehr als ausgeglichen.
Dabei gab es mit plus 89 Prozent bis minus 17 Prozent markante Unterschiede bei den Umsatzveränderungen – geschuldet großen strukturellen Veränderungen wie Unternehmensübernahmen, Übertragung oder Auflösung von Unternehmensteilen.
Das sind Ergebnisse aus der aktuellen Lünendonk-Studie 2011 „Führende Managementberatungs-Unternehmen in Deutschland“, die von dem Marktforschungsinstitut Lünendonk GmbH, Kaufbeuren, auf Basis von 63 Beratungsunternehmen, darunter die Top 25 in Deutschland, erstellt wurde. Die Studie ist ab sofort erhältlich.
In Deutschland stieg der Umsatz der Lünendonk-Studienteilnehmer 2010 durchschnittlich um 13,2 Prozent. Dabei erhöhte ein gutes Drittel seinen Inlandsumsatz um über 10 Prozent. Etwa ebenso viele Unternehmen weisen Umsatzzuwächse im Inland von bis zu 10 Prozent auf. Bei 5 Prozent der Befragten stagnierte der Inlandsumsatz. Gut ein Viertel der Managementberatungen musste auch 2010 Umsatzrückgänge hinnehmen.
„Erwartungsgemäß weisen vor allem kleinere Unternehmen sehr hohe prozentuale Wachstumsraten aus“, stellt Thomas Lünendonk, Inhaber der Lünendonk GmbH, fest. „Die Top-10-Unternehmen (ohne McKinsey) zusammen haben ihre Inlandsumsätze mit im Durchschnitt 2,9 Prozent deutlich weniger gesteigert als die übrigen mittelgroßen und kleineren Unternehmen (15,1 Prozent).“
In der heißen Phase der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise waren Zahl und Volumen von Fusionen und Übernahmen in der Managementberatungs-Branche rückläufig. Der Konsolidierungsdruck im Beratermarkt und die Hoffnung auf Synergieeffekte durch Zusammenschlüsse ermunterte die Branche 2010 aber wieder, verstärkt Fusionsprojekte anzugehen.





