Markt für Standard-Software wächst schnell

Die führenden  Standard-Software-Unternehmen sind mit einer erwarteten Wachstumsrate von durchschnittlich 7,1 Prozent für 2011 und darüber hinaus optimistisch, berichtet die aktuelle Studie „Führende Standard-Software-Unternehmen in Deutschland“ der Lünendonk GmbH (Kaufbeuren).

Auch auf mittlere Sicht, das heißt für den Zeitraum 2011 bis 2016, fallen die Schätzungen mit einer Steigerung von 7,5 Prozent ähnlich günstig aus. Als kontinuierlich wachsenden Umsatztreiber sehen die befragten Unternehmen unter anderem Software-Lösungen im Segment SaaS (Software as a Service) oder Cloud Computing an. Von aktuell im Durchschnitt 4,9 Prozent der Gesamtumsätze werden sich nach ihrer Ansicht die Anteile schon 2011 auf 7,6 Prozent steigern.

Die in die Studie einbezogenen 48 Software-Unternehmen erzielten 2010 einen Umsatz im deutschen Markt von 8,9 Milliarden Euro. Der gesamte relevante Inlandsmarkt weist laut Branchenverband Bitkom ein Volumen von 14,8 Milliarden Euro auf.

„Der deutsche Software-Markt hat immer noch eine atomistische Struktur, die aber mit einer starken Konzentration an der Spitze einhergeht. Zusammen decken die zwei Unternehmen mit dem größten Inlandsumsatz, Microsoft und SAP, ein Drittel (33,7 Prozent) des gesamten Inlandsbedarfs ab“, erläutert Mario Zillmann, Senior Consultant Lünendonk GmbH.

Mit knapp 82 Prozent nehmen betriebswirtschaftliche Systeme im Jahr 2010 den Löwenanteil bei den Software-Kategorien der befragten Standard-Software-Unternehmen ein. Hier belegen ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) im Umsatzranking den ersten Platz, gefolgt von Business Intelligence Software (BI). Customer Relationship Management (CRM) ist auf Platz fünf zu finden.

Bei der wichtigsten Outsourcing-Variante im Standard-Software-Geschäft, der Nutzung von Softwareprodukten als Dienstleistung bei aktuellem Bedarf, erwarten die Studienteilnehmer allerdings eine andere Gewichtung. Auf die Frage, in welchen Anwendungsbereichen verstärkt Software als Service (SaaS) oder Software in der Cloud erwartet werden, wurde Customer Relationship Management mit 68 Prozent am meisten genannt. Der Wert für Business Intelligence lag bei 46 Prozent, auf Enterprise Resource Planning entfielen 32 Prozent.

Langfristig räumen die befragten Unternehmen der Nutzung von Software as a Service (SaaS) oder Software in der Cloud aber keine umwälzende Bedeutung ein.


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