,,Autofrettage” wird simuliert

Die Simulation von ,,Autofrettage” präsentieren Ingenieure der Uni Saarland auf der Hannover Messe. Wenn Kraftstoff in moderne Dieselmotoren eingespritzt wird, müssen die Bauteile enormen Druck aushalten. Dennoch will man möglichst leichte Materialien verwenden. Dazu setzt man die Bauteile unter extrem hohen Druck und verformt damit die Hohlkörper. Durch die Verformung wird in den Materialien eine Spannung erzeugt. Diese führt dazu, dass sie einen sehr hohen Innendruck aushalten können.
Autofrettage ist französisch für Selbstschrumpfung. Es bezeichnet ein Verfahren, bei dem Materialien einem so hohen Druck ausgesetzt werden, dass sie sich unwiederbringlich verformen. Zugleich wird aber die Weiterverarbeitung anspruchsvoller.  ,,Wenn man einzelne Schichten dieser Materialien wieder abträgt oder Löcher für Leitungen durchbohrt, kann dies die Eigenspannung stark verändern und zu nachträglichen Verformungen führen”, sagt Dirk Bähre, Professor für Fertigungstechnik der Uni Saarland. Er entwickelt mit seinen Mitarbeitern daher Modelle, mit denen vorausberechnet werden kann, wie sich die Bauteile verformen und wo Materialien eingespart werden können. ,,Durch die Simulation der Verformung können die einzelnen Fertigungsschritte besser aufeinander abgestimmt werden”, erläutert Bähre. Das verkürze auch die Herstellungszeit und helfe dabei, die Produktionskosten zu senken.
Halle 2  Stand C 44
www.lft.uni-saarland.de


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