Online-Bewerbungen von jungen Akademikern sind vor allem bei Groß- und mittelständischen Unternehmen viel beliebter als Bewerbungsunterlagen via Post. 85 Prozent der Personalverantwortlichen bevorzugen Online-Bewerbungen, nur 13 Prozent Unterlagen per Post. Das ist ein Ergebnis der Studie ,,Online-Bewerbung” des Stellenportals berufsstart.de im jahr 2009.
An der Studie waren die Personalchefs von 456 Firmen vor allem aus den Bereichen Dienstleistung, Maschinenbau, Auto- und Elektroindustrie beteiligt – 43 Prozent in Groß- und 48 Prozent in mittelständischen Firmen. Auf Bewerberseite wurden Studenten, Studienabsolventen und Young Professionals überwiegend aus dem wirtschafts- und ingenieurwissenschaftlichen Bereich befragt.
Die Popularität von Online-Bewerbungen in den Personalabteilungen stößt auf Gegenliebe bei den Bewerbern. Fast 60 Prozent der Firmen erhalten die Masse ihrer Bewerbungen (75 bis 100 Prozent) über Internet. Fünf Prozent erhalten ihre Bewerbungen nur auf diesem Weg, nur ein Prozent der Firmen meldet überhaupt keine Online-Bewerbung.
Allerdings hält sich der Aufwand der Jobsuchenden für die Online-Bewerbungen in Grenzen. Nur neun Prozent opfern dafür mehr als eine Stunde Zeit, 50 Prozent eine halbe bis zu einer Stunde. Da verwundert es wenig, dass die Qualität der Bewerbungen viele Wünsche offen lässt. Moniert werden fehlende Medienkompetenz (zu hohes Datenvolumen, zu viele Dateinanhänge), schlechte Formatierungen und Strukturierungen. Und auch mit der Rechtschfreibung hapert es gewaltig. Im Vergleich zu einer ähnlichen Umfrage 2005 ist die Mängelquote noch einmal um stattliche 25 Prozent gestiegen.
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