Ein erstes prototypisches RFID-Gate wird jetzt im Rahmen des RAN-Projektes beim Autozulieferer Rehau erprobt.
Die Erprobung gehört zu einem von sechs Use Cases (Anwendungsszenarien) des vom Bundeswirtschaftsministeriums geförderten Projektes RAN (RFID-based Automotive Network) – automotiveIT berichtete. Die Anforderungen aus den Use Cases sind dabei der Input für die Standardisierungstätigkeit in fünf Arbeitspaketen.
Als Systemlieferant der Automobilindustrie stellt Rehau Stoßfänger her. Der aufgrund der hohen Variantenvielfalt komplexe Distributionsprozess stellt das Unternehmen vor große Herausforderungen. Gemeinsam mit dem Technologie-Projektpartner Siemens testet Rehau derzeit den Einsatz des RFID-Gates.
RFID-Gates bieten die Möglichkeit, Bewegungen von gekennzeichneten Waren oder auch Transportmitteln automatisch und berührungslos zu erfassen. Rehaus Ziel ist es, den Einlagerungsprozess der Stoßfänger durch Einsatz von RFID-Technologie zu vereinfachen und zuverlässiger zu machen.
In der praktischen Umsetzung sollen die Stoßfänger und die Transportpaletten mit RFID-Transpondern ausgerüstet werden. Bei der Fahrt des Gabelstaplers durch das RFID-Gate, das mit zwei Lesegeräten ausgestattet ist, sollen alle Teile erfasst werden. Die ausgelesenen Daten geben dem Staplerfahrer auf einem Display umgehend die Zuordnung der Ware zu einem Lagerplatz an.
Nach dem Aufbau des RFID-Gates in Rehaus Logistikcenter Ingolstadt wurden bereits zwei Testläufe durchgeführt, um das Leseverhalten der Antennen zu verbessern. Im nächsten Schritt werden weitere Testläufe gefahren, um 100 Prozent der Transponder identifizieren und false-positive-reads (unbeabsichtigtes Erkennen und Auslesen von Transpondern, etwa aufgrund zu hoher Reichweite der Lesegeräte) ausschließen zu können. Der Einsatz des Gates im Livebetrieb soll im März 2011 starten.





