SAP-Chef Leo Apotheker fordert einen tiefgreifenden Umbau des Softwarekonzerns. «Viel mehr Tempo, wir brauchen deutlich mehr Tempo», sagte Apotheker dem «manager-magazin» (Ausgabe vom 19. Dezember). Der Walldorfer Software-Riese solle schneller, kostengünstiger und innovativer arbeiten. «Diesen neuen Takt werden wir schneller hinbekommen, als die meisten glauben», meinte der Manager gegenüber dem Magazin. Apotheker wird im Mai nächsten Jahres nach dem Weggang von Henning Kagermann allein die Führung von Europas größtem Softwareanbieter übernehmen.
  Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, will Apotheker dem Bericht zufolge Doppelfunktionen streichen und «Lean Management» nach dem Vorbild von Toyota einführen. Die schlankere Organisation nach dem Muster der Automobilindustrie soll die Innovationskraft bei dem Unternehmen stärken. «Die Softwarebranche ist dabei, eine echte Industrie zu werden. Lean Management wird enorm helfen, Produkte schneller an den Markt zu bringen.» Die derzeit bis zu zehn Hierarchiestufen sollen deutlich reduziert werden. Nur eine Hierarchie weniger wäre Kosmetik», sagte er.
  «Ziel muss es sein, dass die SAP weiterhin langfristig zweistellig wachsen wird. Und ich möchte auch die Rendite der SAP verbessern.» Für 2008 peilen die Walldorfer eine Marge von 28 Prozent an.
Spätestens hier wendet sich das Blatt. Mit einer Marge von 28 Prozent im Jahr 2009 wäre die Automobilindustrie sicherlich “nicht unzufrieden”. Hier könnte die gesamte Branche also sicherlich einige Ansätze der Walldorfer übernehmen.  (dpa/fd)





