Suzukis Streit mit Volkswagen eskaliert

Die Voraussetzungen für die Liaison waren fast perfekt, und doch ist jetzt die Trennung wahrscheinlich: Volkswagen und Suzuki streiten inzwischen vor allem darum, wer die Schuld an der missglückten Kooperation trägt.

Es ist noch nicht einmal zwei Jahre her, als der Wolfsburger Autokonzern etwa 20 Prozent des japanischen Kleinwagen-Spezialisten und der im Gegenzug knapp zwei Prozent der Volkswagen-Aktien erwarb.

Die Ziele waren teils klar, teils von Beginn an widersprüchlich. Volkswagen wollte sich mit dem Marktführer im fast ,,VW-freien” Indien in Südasien etablieren, Suzuki von der Volkswagen-Technologie profitieren. Aber schon damals wies Suzuki VW-Gedankenspiele zurück, als zwölfte Marke in den Konzern integriert zu werden.

Zum offenen Streit kam es vor einigen Wochen, weil die Japaner Dieselmotoren von Fiat statt Volkswagen kauften. VW nannte das Vertragsbruch, worauf Suzuki die Kündigung der Partnerschaft forderte. Jetzt legten die Japaner nach: Sie werfen Volkswagen ihrerseits Vertragsbruch vor, weil sie den vereinbarten Zugang zur VW-Technologie nicht erhalten hätten.

Suzuki fordert unumwunden die ,,Scheidung”, doch Volkswagen denkt offenbar nicht an die Rückgabe der Suzuki-Anteile und will die aus VW-Sicht unbegründeten Vorwürfe notfalls auch juristisch überprüfen lassen.


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