Die brasilianische Wirtschaft wächst. Allein für die Automobilindustrie rechnet das Beratungsunternehmen Boston Consulting Group mit einem jährlichen Plus von drei Prozent. Obwohl die prognostizierten Wachstumsraten für Brasilien damit insgesamt moderater ausfallen als im direkten Vergleich zu Boomländern wie China und Indien, bleibt das größte Land Südamerikas für Automobilhersteller unverändert ein attraktiver Markt.
Bisher gibt es dort keine lokalen Wettbewerber. Das Angebot ist breit gefächert: Interessierte haben die Wahl zwischen über 500 verschiedenen Pkw- und Nutzfahrzeugmodellen, die 19 Hersteller vor Ort produzieren. Natürlich auch, um sie in andere südamerikanische Länder zu exportieren – Brasilien hat sich zu einer idealen Vertriebsbasis entwickelt.
Viele Systeme, mit denen die Automobilhersteller Produktion und Logistik steuern, laufen in Rechenzentren von T-Systems. Der anhaltend hohen Nachfrage nach IT-Infrastrukturdienstleistungen begegnet der ICT-Dienstleister derzeit mit dem Bau eines neuen Rechenzentrums in São Paulo. Das inzwischen vierte Computing Center mit dynamischer Bereitstellung von T-Systems in Brasilien bietet auf 1.200 Quadratmetern Fläche Platz für mehr als 2.000 Server mit einer Rechenkapazität von 4.000 MIPS.
Der Neubau erfüllt hohe Anforderungen an Datensicherheit, Verfügbarkeit und Zugangsschutz und wird die „Tier 3“-Klassifizierung erhalten. Diese Auszeichnung bekommen nur IT-Anlagen mit einem sehr hohen Sicherheitsstandard. Außerdem legt T-Systems großen Wert auf Energieeffizienz: Das Rechenzentrum soll einen PUE-Wert (Power Usage Effectiveness) von 1,6 erreichen. Dieser Wert gibt an, wie viel des Gesamtenergieverbrauchs das Rechenzentrum für die Kühlung aufwenden muss. Vergleichbare aktuelle Rechenzentren liegen im Durchschnitt bei 1,7 bis 1,8.





