T-Systems setzt auf den Markt für Elektrofahrzeuge

Der Markt für Elektrofahrzeuge wächst. Experten gehen davon aus, dass es bis 2015 weltweit neben den rund 290 Millionen konventionell angetriebenen PKW bereits zehn Millionen Fahrzeuge mit Elektroantrieb geben wird. In Deutschland rechnen Branchenkenner mit annähernd vier Millionen Fahrzeugen in 2020. Die Bundesregierung stellt zur Förderung der „neuen“ Antriebstechnologie im zweiten Konjunkturpaket 500 Millionen Euo zur Verfügung.

Die Basis für den Durchbruch ist allerdings die Infrastruktur und die damit verbundene, flächendeckende – verkehrsgerechte – Versorgung mit Strom. Neben einem dichten Netz genormter Ladestationen ist hierfür ein leistungsfähiges Abrechnungssystem erforderlich.

T-Systems arbeitet derzeit an praxistauglichen Lösungen für ein innovatives Abrechnungssystem. „Wir möchten uns diesbezüglich positionieren“, erklärt T-Systems-Chef Reinhard Clemens im Rahmen der CeBIT gegenüber Journalisten. Der Hintergrund: Für den vollwertigen Einsatz von Elektrofahrzeugen wird künftig eine anbieterneutrale Plattform zur sicheren und flexiblen Abrechnung von Strommengen unabhängig von Standort und damit lokal gebundener Stromanbieter notwendig werden.

In der Praxis, so die Ausführungen von T-Systems, existieren für die beschriebenen Anforderungen bereits erfolgreich etablierte Lösungen wie etwa das Clearing-System der internationalen Transport-Vereinigung IATA oder das Abrechnungssystem von Toll Collect. T-Systems sieht sich diesbezüglich als neutraler Partner für diesen Zukunftsmarkt. Das Unternehmen will neben dem wettbewerbsneutralen Betrieb der Plattform auch Services für das elektronische Pflegen von Kundenbeziehungen oder für gezielte Preisermittlungen zur Verfügung stellen. Clemens: „Es gibt nicht viele Anbieter, die das aufbauen können.“ Entsprechende Geschäftsmodelle will T-Systems anscheinend entwickeln. (dun)


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