Cloud Computing in Deutschland gewinnt schnell an Bedeutung, so lautet das Fazit der IDC-Studie ,,Transformation der Unternehmens-IT auf dem Weg in die Cloud, Deutschland 2011″.
In einer Befragung unter 235 deutschen Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern zeigte sich, dass bereits mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen eine Cloud-Strategie ins Auge fassen. 29 Prozent der Befragten wollen Cloud Services in so vielen Bereichen wie möglich nutzen. 41 Prozen streben den Einsatz bei Teilen ihrer IT an.
17 Prozent noch keine konkreten Pläne, wären aber in Zukunft durchaus offen dafür. Nur sechs Prozent der Unternehmen schließen die Einführung von Cloud Services aus. Weitere sieben Prozent haben sich noch nicht mit dem Thema befasst..
Der Markt tendiert aktuell leicht zur Private Cloud und dabei den Betrieb im eigenen Rechenzentrum. „Wir gehen deshalb davon aus, dass zukünftig vor allem hybride IT-Umgebungen in den Unternehmen entstehen werden, denn die Befragten, die einen schrittweisen Ansatz vorziehen, wollen Teile ihrer IT in die Cloud verlagern oder eine Mischung aus Private und Public Cloud nutzen“, so Lynn Thorenz, Director Research & Consulting bei IDC in Frankfurt.
Im Zusammenhang mit Public Cloud Services bestimmen nach wie vor Sicherheitsbedenken die Diskussion. Governance (34 Prozent) und Compliance (24) sowie Zweifel an der Performance und Verfügbarkeit (24) sind die meist genannten Hürden für eine weitere Verbreitung von Public Cloud Services.
Die Analyse der Hindernisse beim Aufbau von Private Cloud Services ergab, dass for allem drei Faktoren deutlich auffallen: ,,Fehlendes Wissen im Unternehmen” (32 Prozent)), ,,Unternehmens-IT ist noch nicht bereit” (27) und ,,Mangelnde Sicherheit des Rechenzentrums” (26).
Auch im Zusammenhang mit Private Cloud spielt das Thema IT-Sicherheit eine Rolle, jedoch stehen hier weniger Governance und Compliance im Vordergrund, sondern Rechenzentrumssicherheit. 26 Prozent der Befragten haben Bedenken bezüglich der (eigenen) Sicherheit im Rechenzentrum.
Nach Ansicht von Matthias Kraus, Research Analyst bei IDC, sprechen genau diese Hemmfaktoren bei der Private Cloud für eine Nutzung von Public Cloud Services. „Um Services aus der Public Cloud zu nutzen, muss die interne IT-Infrastruktur nicht erst modernisiert, konsolidiert, virtualisiert usw. werden. Die Unternehmen können sich diese Investitionen in Hardware, Lösungen, Zeit und Ressourcen teilweise sparen und auf direktem Wege vermutlich viel schneller neue Technologien durch Public Cloud Services einsetzen“.
Die beiden wichtigsten Antriebsfaktoren für die Nutzung von Public Cloud Services hängen eng miteinander zusammen: ,,Keine zusätzliche Anschaffung von IT-Infrastruktur” (48 Prozent) und ,,Reduzierung von Kosten” (35). Für den Aufbau von Private Cloud Services ist das Hauptmotiv aus Sicht der befragten Unternehmen eine ,,effektivere Nutzung der IT-Infrastruktur” (35 Preozent).
In der Umfrage ist für jedes zweite Unternehmen die Integrationsfähigkeit des genutzten Cloud Services das wichtigste Auswahlkriterium für einen Anbieter in diesem Umfeld. Cloud-Anbieter sollten insbesondere auf das Ausgestalten der Schnittstellen sowie das einfache Management ihrer Cloud Services großen Wert legen und entsprechende Tools bereitstellen.
Die Auswahl des Anbieters an sich ist grundsätzlich immer durch individuelle Kriterien bestimmt. Es zeigt sich aber insgesamt der Trend, dass die meisten der befragten Unternehmen die Zusammenarbeit mit IT Services-Anbietern bevorzugen.
Eine Zusammenfassung der Studie erhalten Anwenderfirmen kostenfrei hier





