Unternehmen und Behörden müssen sich an grundlegend neue Kundenbedürfnisse anpassen, überalterte Applikationen binden jedoch finanzielle und personelle Ressourcen und behindern die Bereitstellung neuer Services.
So lautet ein Ergebnis einer Studie von Coleman Parkes im Auftrag von HP. Befragt wurden weltweit 560 Führungskräfte und IT-Manager in Unternehmen und Behörden mit mehr als 500 Mitarbeitern.
,,Die stark veraltete IT in vielen Unternehmen und Behörden kann den schnell wachsenden Bedarf nach Unmittelbarkeit in der Kommunikation und bei geschäftlichen Transaktionen nicht bedienen.
Die ,Generation Facebook’ und die ,Digital Natives’ erwarten als Mitarbeiter und Kunden eine IT-Infrastruktur, die ihnen einen Service bietet, wie sie ihn in ihren privaten Netzwerken gewohnt sind,” kommentiert Volker Smid, Vorsitzender der Geschäftsführung bei HP Deutschland, die Studie.
Die Studie unterstreicht die zentrale Bedeutung der IT für die Geschäftsprozesse und die Innovationsfähigkeit:
- 78 Prozent der befragten Führungskräfte bezeichnen Technologie als Schlüssel für Innovationen für ihr Unternehmen oder ihre Behörde.
- 85 Prozent bestätigen, dass Technologie in den Geschäftsprozessen integriert sein muss, um erfolgreich zu sein.
- 86 Prozent glauben, dass sie das Unternehmen beziehungsweise die Behörde schnell anpassen müssen, um den heutigen Kundenanforderungen zu entsprechen.
Jedoch steht die veraltete IT-Infrastruktur in vielen Unternehmen diesem Anspruch entgegen. Nahezu 60 Prozent der IT-Manager nutzen in ihrem Unternehmen Alt-Anwendungen, die bereits seit mehr als acht Jahren betrieben werden. Sechs Prozent sagen sogar, dass ihre Applikationen zum Teil über 16 Jahre alt sind.
Jeder zweite IT-Manager bezeichnet mehr als 20 Prozent seiner Software als ,,historisch gewachsen”. 25 Prozent der IT-Verantwortlichen bestätigen, dass für den Betrieb und die Aktualisierung dieser Alt-Systeme viel Zeit und Kosten aufgewendet und dadurch die Einführung neuer Dienste behindert wird.
Im Jahr 2011 hat daher die Modernisierung der Applikationslandschaft oberste Priorität, so eine weitere Erkenntnis der Studie. Danach folgen die Transformation der IT-Infrastruktur, die effektivere Nutzung von Unternehmensinformationen, die Verbesserung der IT-Sicherheit und die Einführung von Cloud Computing.
Weitere Details der Studie:
- IT-Manager sagen, dass 19 Prozent ihrer Arbeitslasten auf Mainframes laufen, und dass fast 20 Prozent der Arbeitslasten in den nächsten Jahren migriert werden sollen.
- Außerdem berichten sie, dass 31 Prozent ihrer Arbeitslasten heute in virtualisierten Umgebungen laufen. Sie planen, diesen Anteil in den nächsten zwei Jahren auf knapp 50 Prozent zu steigern.
- 21 Prozent der IT-Manager bestätigen, dass ihre Infrastruktur für aktuelle Anforderungen optimiert und angepasst ist. Lediglich 13 Prozent der Führungskräfte stimmen dieser Aussage zu.
- Jeder zweite Befragte bestätigt, dass das Unternehmen im vergangenen Jahr aus Sicherheitsgründen auf die Einführung neuer Technologien, Innovationen oder Kundenservices verzichtet hat.
- 77 Prozent der Befragten glauben, dass die Ausgaben für Speichersysteme in den nächsten zwei Jahren um mindestens 20 Prozent wachsen. Knapp 40 Prozent sagen sogar, dass die Ausgaben um 30 Prozent steigen werden.
- Nur zwölf Prozent der Führungskräfte bestätigen, dass die IT ihnen jederzeit die Informationen bietet, die sie für ihre Arbeit brauchen.
- Außerdem planen die Befragten, bis zum Jahr 2015 18 Prozent ihrer IT-Ressourcen über eine Public Cloud und 28 Prozent über eine Private Cloud zu beziehen. Der Rest wird entweder im eigenen Haus vorgehalten oder ausgelagert werden.





