Sicher, kostengünstig, umweltfreundlich und zuverlässig wünschen sich die Deutschen ihr Auto. Das ergab eine repräsentative Umfrage von AutoScout24 und der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit 1 419 Teilnehmern.
Nach der Studie ,,Unser Auto von morgen” soll das Auto beim Fahren unterstützen; Unterhaltungs- und Informationsfunktionen wünschen sich vor allem junge Autofahrer. Dem autonomen Fahren, einem Autopiloten, steht ein Großteil der Befragten skeptisch gegenüber.
93 Prozent aller Befragten fordern, dass ihnen ihr Auto von morgen maximale Sicherheit bietet. Die Vernetzung der Automobile über die Car-to-Car-Kommunikation soll hier ihren Beitrag leisten: Mehr als die Hälfte (57 Prozent) wünscht sich explizit in diesem Feld Innovationen von der Branche. Einen automatischen Notruf, bei dem das Fahrzeug selbstständig wichtige Informationen zu einem Unfall übermittelt, erwarten 71 Prozent in Zukunft vom Fahrzeug.
Innovationen, die Hersteller und Zulieferer entwickeln, sollten vor allem in direkter Verbindung mit dem Autofahren selbst stehen. Ganz oben auf der Wunschliste stehen intelligente Verkehrsleitsysteme, um Staus zu vermeiden (71 Prozent). Auf ein Fahrzeug, das selbstständig einen Parkplatz sucht und einparkt, hofft jeder zweite Befragte (55 Prozent).
Infotainment-Funktionen oder digitale Assistenten, die für den Fahrer etwa einen Tisch im Restaurant reservieren, sind für jüngere Teilnehmer durchaus relevant: 41 Prozent der 18- bis 19-Jährigen wünschen sich Informationsdienste und 35 Prozent dieser Altersgruppe On-Board-Unterhaltungssysteme, bei den 60-bis-65-Jährigen liegt dieser Anteil bei lediglich zehn beziehungsweise elf Prozent.
Ganz gleich welche Funktion nun gewünscht wird – sämtliche Innovationen unterliegen dem Gebot der absoluten Zuverlässigkeit: 90 Prozent der Befragten ist diese beim Auto von morgen wichtig. ,,Eine App, die mir im Restaurant einen Tisch reserviert, mag eine nette Funktion sein. Wenn aber auch nur die Möglichkeit besteht, dass sie auf der Autobahn den Bordcomputer zum Neustart zwingt, ist sie schlichtweg keine Option”, sagt Nikolas Deskovic, Geschäftsführer bei AutoScout24.
Fast 82 Prozent fordern eine möglichst geringe Emissionsbelastung. Je drei Viertel der Befragten wollen zudem, dass ihr Auto künftig sowohl umweltfreundlich und unter fairen Arbeitsbedingungen produziert wird (je 76 Prozent) als auch die Lärmemissionen reduziert (75 Prozent).
Doch sind die Deutschen nicht bereit, mehr für ihr Fahrzeug auszugeben. Während 38 Prozent künftig ähnlich viel wie heute für ihr Auto ausgeben würden, fordert knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent), dass ihr Fahrzeug günstiger sein muss. Nur sieben Prozent würden für ihr Fahrzeug tiefer in die Tasche greifen – da lassen sich Innovationskosten kaum an den Verbraucher weitergeben.
Die Studie zum kostenlosen Download finden Sie hier





