Wartungsverträge – SAP lenkt ein

SAP hat auf den Druck der Anwender und Forderungen der Deutschsprachigen SAP-Anwendergrupp reagiert. Für Kundensegmente, die im Lauf des Jahres eine Kündigung des bestehenden Wartungsvertrags erhalten hatten, wurde diese Kündigung für Deutschland und Österreich wieder zurückgenommen. In der Konsequenz bedeutet dies, dass für diese Kunden die bisher geplante Preiserhöhung für 2009 ausgesetzt und die Wahlmöglichkeit zwischen Enterprise Support und Standard Support eingeräumt wird. Beide Forderungen – die zeitliche Verschiebung des Enterprise Support und der Erhalt eines optionalen Support-Modells – wurden damit für diesen Kundenkreis erfüllt. Für die Schweizer Anwender setzt sich die DSAG weiterhin mit Nachdruck ein.

Mit dieser Entscheidung wird der bisherige Standard Support künftig beibehalten. Erst ab 2010 wird eine Erhöhung wirksam. Kunden in Deutschland und Österreich, die ihre neuen Verträge bereits unterzeichnet hatten, können ebenfalls zum Standard Support zurückkehren. „Wir sind hocherfreut. Der hartnäckige Dialog mit SAP hat zum Erfolg geführt“, erklärt Prof. Dr. Karl Liebstückel, DSAG-Vorstandsvorsitzender. Die DSAG habe als Sprachrohr der Anwender im Konzert mit Verbänden und Initiativen die Situation der Kunden eindrucksvoll bei SAP verdeutlicht und eine Abkehr vom Einheitssupport erreicht.Auch der VDA hatte bei SAP diesbezüglich um Gespräche gebeten.

„Der kritische, aber konstruktive Austausch mit SAP hat sich wie bei früheren Diskussionen gelohnt. Wir haben eine gute Basis für unsere Arbeit in 2009 geschaffen. Das Signal kam für unsere Mitglieder in der sich derzeit zuspitzenden wirtschaftlichen Situation zum richtigen Zeitpunkt“, beschreibt Andreas Oczko, stellvertretender DSAG-Vorstandsvorsitzender, die Situation. Nachdem das Etappenziel erreicht ist, bietet die DSAG an, an der inhaltlichen Ausgestaltung des Leistungsumfangs von Enterprise Support weiter mitzuwirken.

In der Schweiz liegt eine andere vertragsrechtliche Situation vor. Für die Schweizer Mitglieder, für die diese oben genannten Zusagen momentan nicht gelten, wird weiter gekämpft. Die Gespräche laufen wie gewohnt “sachlich, aber beharrlich” weiter. (ots/fd)


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