| von ortlepp

Die Automobilbranche hat schon unbeschwertere IAAs erlebt als in diesem Jahr. Die weltgrößte Messe ihrer Art findet 2009 in schwierigen Zeiten statt – gerade für die Zulieferer. Viele Unternehmen spüren die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise. Beispiel: Die ZF Friedrichshafen AG, mit knapp 60.000 Mitarbeitern einer der führenden deutschen Automobilzulieferer. Vorstandschef Hans-Georg Härter bei der IAA-Pressekonferenz des Unternehmens: „Wir sind deutlich von der Krise betroffen, haben in den ersten acht Monaten dieses Jahres einen Umsatzrückgang von etwa einem Drittel hinnehmen müssen. Andererseits sehen wir aber auch, dass sich im September, Oktober, teilweise auch im November die Abrufsituation positiv stabilisiert, so dass wir die nächsten Monate eigentlich etwas optimistischer sehen.“

Trotzdem rechnet Härter damit, dass die Erholung langsam vor sich geht. Es werde noch einige Jahre dauern, bis die Zulieferer in der Automobilbranche wieder auf dem Stand von vor der Krise ankommen werden. Auch bei Bosch hinterlässt die Krise in diesem Jahr deutliche Spuren. Doch die strukturellen Herausforderungen bergen auch Chancen für die Zulieferer, sagt Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung: „Die Automobilindustrie bewältigt nicht nur die Folgen der seit langem schärfsten Rezession, sie steht auch vor dem seit langem größten Innovationsschub. Was deutlich Kraftstoff spart, ist selbst in schwieriger Zeit gefragt. So wird Bosch nicht nur von der sich anbahnenden Konjunkturerholung, sondern auch vom technischen Wandel der Branche profitieren.“

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