10 000 offene Stellen für IT-Fachkräfte: Das ist das Ergebnis der „Aktion 50 x 50“ des Branchenverbandes BITKOM. Im Rahmen der Aktion hat der Verband seine Mitglieder und andere Unternehmen gefragt, ob sie aktuell 50 oder mehr offene Stellen für IT-Experten und benachbarte Qualifikationen in Deutschland zur Verfügung stellen.

„Die aktion zeigt, wie real und dringend der Bedarf an IT-Spezialisten ist“, sagte BITKOM-Präsident Professor Dieter Kempf. „Der Fachkräftemangel kostet uns jedes Jahr mehr als eine Milliarde Euro Umsatz. Das Problem ist seit mehr als zehn Jahren ungelöst. Deutschland verschenkt hier enorme Chancen.“

Unter den Firmen sind viele große Namen wie SAP, Hewlett-Packard, IBM, Microsoft oder die Deutsche Telekom. Spitzenreiter sind der Technologiekonzern Siemens und der IT-Dienstleister Accenture mit jeweils mehr als 1 000 freien Jobs im IT-Bereich.

Zu den Unternehmen mit mehr als hundert offenen Stellen gehören auch große Mittelständler wie Bechtle, Computacenter, Seven Principles oder top itservices. Kempf: „Große Unternehmen können im Fall der Fälle ins Ausland gehen, wo der Fachkräftemangel nicht so extrem ist. Im Mittelstand ist das Problem am drängendsten.“

Von den Unternehmen wird die gesamte Palette an IT-Qualifikationen gesucht. Neben Software-Entwicklern sind IT-Berater, IT-Projektmanager und Vertriebsexperten mit IT-Know-how gefragt. In der letzten umfassenden Umfrage zur Arbeitsmarksituation für IT-Fachkräfte in der Gesamtwirtschaft im September hat der BITKOM 38 000 offene Stellen ermittelt. Jeder IT-Experte schaffe in seinem Umfeld durchschnittlich 2,5 weitere Arbeitsplätze. „In Summe sprechen wir also nicht über 38 000 offene Stellen, sondern über ein verschenktes Beschäftigungspotential von knapp 100 000 Arbeitsplätzen“, so Kempf.

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