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Virtual und Augmented Reality kommen zunehmend in Unternehmen an. Die Autobranche bildet keine Ausnahme. Bild: Ford

| von Werner Beutnagel

Derzeit herrscht hohe Zufriedenheit beim Einsatz entsprechender Anwendungen: 82 Prozent der Unternehmen, die aktuell AR oder VR in ihrem Geschäftsbereich nutzen, geben an, die eigenen Erwartungen an die Technologie seien erfüllt oder übertroffen worden. 50 Prozent der Unternehmen, die bislang keine immersiven Technologien einsetzen, wollen sich in den nächsten drei Jahren intensiv mit ihnen befassen.

Global werde Augmented Reality am häufigsten eingesetzt, um digitale Referenzmaterialien hinzuzuziehen. In Deutschland stehe hingegen die Qualitätssicherung an erster Stelle der Anwendungsfelder. Der Fokus von Virtual Reality liegt derweil auf der Mitarbeiterschulung.

Insgesamt sind zwei von drei Unternehmen der Ansicht, dass AR ihnen größere Vorteile bietet als VR, die Implementierung aber auch komplexer ist. Übergreifend berichten drei Viertel der Unternehmen, die ein großes AR- oder VR-Projekt betreiben, dass sie mithilfe der Technologien einen betrieblichen Vorteil von über zehn Prozent in den betroffenen Anwendungsfällen erzielen.

Im globalen Vergleich belegt Deutschland beim Einsatz von VR und AR den vierten Platz. Rund 38 Prozent der hiesigen Unternehmen führen aktuell AR- und 28 VR-Lösungen ein. Weltweit führend sind China und die USA, den dritten Rang belegt Frankreich. Gemessen an anderen Nationen sind deutsche Anwender jedoch auch deutlich skeptischer gegenüber Augmented und Virtual Reality. 60 beziehungsweise 55 Prozent der befragten Experten geben an, es handele sich bei der Technologie um einen Hype.

In den befragten Branchen Automobil, Fertigung und Versorgung werden die Technologien von knapp jedem dritten Unternehmen, das AR und/oder VR verwendet, zur Reparatur und Wartung genutzt. Insbesondere werden digitale Referenzmaterialien hinzugezogen (31 Prozent), nicht vor Ort anwesende Experten konsultiert, nicht einsehbare Komponenten digital betrachtet (je 30 Prozent) oder Schritt-für-Schritt-Anleitungen eingeblendet (29 Prozent). Im Bereich Konstruktion und Montage wird auf digitale Montageanleitungen zurückgegriffen (28 Prozent), die Produktleistung unter Extrembedingungen geprüft (27 Prozent), werden Infrastrukturen aus verschiedenen Perspektiven visualisiert (27 Prozent) und neue Designkomponenten über bestehende Module projiziert (26 Prozent).

Eine besondere Erfolgsgeschichte für den Einsatz von VR ist den Studienautoren zufolge Ford. Beim Autobauer wurden Verletzungen in der Montage um 70 Prozent und ergonomische Probleme um 90 Prozent reduziert, indem VR-basierte Körperbewegungssensoren Bewegungsabläufe von Mitarbeitern erfasst und optimiert haben. Der US-Autobauer setzt Virtual und Mixed Reality außerdem im Rahmen virtueller Testfahren, der Kommunikation mit Werkstätten und im Fahrzeugdesign ein.

Die gesamte Capgemini-Studie steht unter diesem Link zum Download bereit.

Quelle: obs/Capgemini

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