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Mit dem Kauf von Ducati wird Audi zum Produzenten von Motorrädern - und setzt vor allem auf den Markt in Asien.

Die deutschen  Automobilhersteller rücken mit ihrer Produktion näher an die zukunftsträchtigen Märkte in Asien und Südamerika heran und werden zunehmend internationaler.  So hat Daimler gerade Produktionsstätte für Nutzahrzeuge in Indien eröffnet. Audi baut bis 2016 eine Fabrik in Mexiko und hat den italienischen Motorradhersteller Ducati erworben.

Zunächst 36 000 und später 30 000 Einheiten jährlich will die indische Daimler-Tochter Daimler India Commercial Vehicles  im jüngst eröffneten Werk in Chennai (Madras) bauen. Das Werk ist eines von nur insgesamt drei Daimler Lkw-Werken weltweit, in denen die Lkw-Montage und die Aggregate-Produktion an einem Standort zusammengefasst sind.

Die Gesamtinvestition beträgt rund 700 Millionen Euro unter anderem. für die Produktionsstätte der BharatBenz Lkw sowie für die Forschung und Entwicklung. Der Produktionsstart der schweren BharatBenz Lkw-Baureihe ist bereits für das dritte Quartal 2012 geplant.

In Mexico, dem bevölkerungsreichten der spanischsprachigen  Länder Amerikas, will Audi spätestens ab 2016 ein SUV-Modell produzieren. Die Entscheidung zugunsten eines Standorts will das Unternehmen noch in diesem Jahr fällen.

Audi-Vertriebsvorstand  Peter Schwarzenbauer begründet die Entscheidung seines Unternehmens für Mexiko: ,,Mit der Produktion in Mexiko wird Audi seine Wettbewerbsfähigkeit steigern und kommt seinem Absatzziel von zwei Millionen Einheiten bis 2020 ein gutes Stück näher.“

Von der Investindustrial Gruppe  haben die Ingolstädter jetzt den traditionsreichen italienischen Hersteller von Sportmotorrädern Ducati  gekauft. Mit den italienischen Traditionsmarken Lamborghini und Italdesign ist Ducati nun Audis drittes Standbein  in Norditalien.

Ducati produziert am Hauptsitz in Bologna sowie in einer Fabrik in Thailand. 2011 verkaufte die auch durch motorsportliche Erfolge bekannte Firma Ducati rund 42 000 Motorräder und erwirtschaftete einen Umsatz von etwa 480 Mllionen Euro. Das Unternehmen beschäftigt rund 1 100 Mitarbeiter.