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In den vergangenen Jahren wurde im Labor des IME-Standortes Münster durch den Einsatz modernster Züchtungsmethoden und anlagentechnische Optimierung hochwertiger Naturkautschuk aus Löwenzahnwurzeln hergestellt. Das gemeinsame Projekt startete Anfang Oktober. Ziel ist es, in den nächsten fünf Jahren den Produktionsprozess so weiter zu entwickeln, dass Continental aus Löwenzahn-Kautschuk Reifen herstellen kann.

Die Molekularbiologen des IME und die Forschungsabteilung des Automobilzulieferers bauen zusätzlich zur Pilotanlage auf mehreren Hekltar Löwenzahn an. Es handelt sich allerdings nicht um die einheimische Variante, so Professor Dirk Prüfer vom IME: ,,Der einheimische Löwenzah ist ungeeignet. Es geht um russischen Löwenzahn aus Kasachstan, der aber in Deutschland angebaut werden kann.“. Um den Rohstoffgehalt und die Blüteeigenschaften zu optimieren, züchten die Forscher parallel dazu neue Sorten, die einen höheren Kautschukanteil und Biomasseertrag aufweisen.

Dr. Boris Mergell, Leiter der Material- und Prozesstechnik für Reifen von Continental, erklärt: ,,Mit diesem Löwenzahn-Projekt machen wir einen großen Schritt auf dem Weg zu unserem langfristigen Ziel, die Produktion von Pkw-, Lkw-, Spezial- und Fahrrad-Reifen komplett ohne fossile Materialien zu erreichen..“

,,Mit der neuen Technologie können wir einen nachhaltigen Vorsprung für die deutsche Automobilindustrie erreichen. Zum einen macht sie die heimische Wirtschaft unabhängiger von Rohstoffimporten. Zum anderen reduziert sie die Transportwege und verbessert so die CO2-Bilanz“, beschreibt Proessor Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, das Ziel und die wesentlichen Vorteile der Kooperation.

 

 

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