Bosch_MRK

Dank einer speziellen Sensorhaut stoppt der Roboterarm berührungslos. Bild: Bosch

| von Pascal Nagel

Die zaunlose Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) ist eines der großen Themen der Industrie 4.0. Üblicherweise reagieren entsprechende Roboter auf Berührung: Kommt der mechanische Helfer in Kontakt mit einem Menschen, stoppt er automatisch ab. Technologiekonzern Bosch hat nun einen Roboter entwickelt, der dank einer speziellen Sensorhaut berührungslos stoppt, sobald ein Mitarbeiter dem Gerät zu nahe kommt.

Solange kein Mitarbeiter in der Nähe ist, arbeitet der sogenannte APAS assistant mit maximaler Geschwindigkeit. Sobald der Nahbereich betreten wird, wechselt er automatisch auf ein geringeres Tempo. Dieses gestufte Sicherheitskonzept erlaubt es dem APAS assistant, seine Arbeitsgeschwindigkeit an die An- beziehungsweise Abwesenheit von Menschen anzupassen.

„Produkte werden immer individueller, ihre Lebenszyklen kürzer, Losgrößen kleiner“, sagt Wolfgang Pomrehn, Produktmanager bei Bosch. „Um auf sich ständig ändernde Marktanforderungen schnell reagieren zu können, braucht es neue Modelle der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine.“

In einem aktuellen Projekt geht Bosch zudem der Frage nach, wie der neue Roboter geistig und körperlich schwerbehinderte Menschen unterstützen kann. „Wir wollen herausfinden, wie der Produktionsassistent diese Menschen bestmöglich unterstützen kann“, so Pomrehn. „Der Roboter soll lernen, sich auf ihre Anforderungen einzustellen und sie so zu ergänzen, dass sie als vollwertige Arbeitskraft an attraktiver Arbeit teilhaben können.“