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Ivan Jukic (li.) und Jochen Fichtner (re.) von Audi über die IT-Systemlandschaft im mexikanischen Werk in San José Chiapa. Bild: Claus Dick

| von Pascal Nagel

Auf Opel folgt Audi: Präsentiert von Hewlett Packard Enterprise sprechen Jochen Fichtner, Director IT & Organisation von Audi México, und Ivan Jukic, SAP Competence Center Produktion und Logistik der Ingolstädter. Am Beispiel des neuesten Audi-Werks im mexikanischen San José Chiapa zeigen die Referenten, wie sich mit Hilfe einer hochintegrierten IT-Plattform auf Basis von SAP-HANA bestehende Audi-Werke in Europa modernisieren lassen. 

Die Herausforderung bestand in Mexiko darin, innerhalb von kürzester Zeit ohne Erfahrungen im Premium-Automobilbau in dieser Region ein neues Werk zu errichten, erklärt Fichtner. Dafür war eine neue, hochmoderne IT-Infrastruktur notwendig. „Wir haben letztlich mit weniger als 200 Systemen einen neuen Benchmark im Konzern gesetzt“, so der Audi-Manager. Entstanden ist ein digitaler Zwilling der Fabrik: Über die IT-Tools lassen sich in Echtzeit sämtliche Fertigungsprozesse, Fahrzeuge und Bauteile nachverfolgen.

Außerdem wurde in Mexiko das vorhandene Konzern-SAP-Template erweitert. Dieses soll nicht zuletzt in die Werke in Europa zurückgebracht werden. Besondere Herausforderungen seien dabei vor allem die unterschiedlichen Integrationstiefen und Entwicklungsgeschwindigkeiten der einzelnen Werke und Gewerke, so Ivan Jukic.

Um dies zu meistern brauche Audi bereichsübergreifende Vernetzung und Standards, SAP S/4 HANA als Integrationsplattform sowie die stärkere Modularisierung von Funktionen und die Reduktion von Komplexität durch die Fokussierung auf ein Werk, erklärt Jukic. Fernziel sei auch in den bestehenden Werken eine Konsolidierung der Systemlandschaft bei gleichzeitigem Einzug neuer Technologien wie Big Data in die Werke.