Draeger

„WeQ schlägt IQ“, sagt Jörg Dräger über das Peer-to-Peer-Learning. Bild: Claus Dick

| von Werner Beutnagel

Jörg Dräger, Mitglied des Vorstandes der Bertelsmann-Stiftung, eröffnet den zweiten Sprecherblock des automotiveIT-Kongress mit einem Vortrag zum Thema digitale Bildung. Dräger plädiert in seinem Vortrag für eine Demokratisierung von Qualifizierungsangeboten, wie sie nur durch digitale Technologien befördert werden kann.

Insbesondere im Schul- und Universitätswesen gebe es, so Dräger, empirische Belege für die Wirksamkeit entsprechender Angebote. Mit Hilfe von personalisierten Lernprogrammen sei es etwa der David A. Boody-Schule in Brooklyn gelungen, die Mathematik-Leistungen der eigenen Schüler massiv zu steigern.

Auch Gamification spiele beim Thema Bildung und Kompetenz eine nicht zu unterschätzende Rolle, so Dräger weiter. Unter anderem seien bereits erfolgreiche Projekte in der Personalevaluation von Bewerbern mit Hilfe von Kombinationsspielen durchgeführt worden.

Um die digitale Bildung zu optimieren, komme es, so Drägers Fazit, auf eine Öffnung von Bildungsangeboten, deren Personalisierung, sowie spielerisches und Peer-to-Peer-Lernen an. „WeQ schlägt IQ“, so der Vorstand der Bertelsmann Stiftung.

Unter anderem sei es möglich, so ein weiterer Punkt Drägers, die berufliche Qualifikation von Flüchtlingen mit digitalen Mitteln zu messen, um diese effektiver in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Geeignete Maßnahmen seien hierbei etwa Big Data-Analysen zum Matching von Unternehmen und Arbeitskräften oder die Evaluation benötigter Weiterbildungen.