Europas KI-Markt wächst um Faktor fünf

Der europäische Markt für KI-Lösungen steht vor einem gewaltigen Wachstum, so eine EITO-Studie.

| von Werner Beutnagel
Dies entspricht einem jährlichen Wachstum von durchschnittlich 38 Prozent

Dabei wachsen die Ausgaben für Server und Speicherplatz lediglich um 24 Prozent pro Jahr, während die Umsätze mit Software (45 Prozent) und Dienstleistungen rund um KI (47 Prozent) deutlich stärker anziehen. „Es gibt inzwischen ein breites Angebot an marktfähigen Lösungen, die künstliche Intelligenz nutzen. Es reicht von Software-Tools, die für Sprach- oder Bilderkennung genutzt werden können über fertige Lösungen etwa für Chatbots zur Kundenberatung bis zu komplexen Anwendungen, mit denen sich personalisierte Mailings fast ohne menschliches Zutun versenden lassen“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer  Bernhard Rohleder.

„Allerdings zeigen die Umsatzzahlen trotz der beeindruckenden Wachstumsraten auch, dass die Unternehmen in Europa mit Investitionen in künstliche Intelligenz noch sehr zurückhaltend sind“, so Rohleder weiter. In einer aktuellen Umfrage des Bitkom gibt nur jedes vierte deutsche Unternehmen mit 50 oder mehr Beschäftigten an, der Technologie interessiert und aufgeschlossen gegenüber zu stehen. Ebenso viele legen eine ablehnende oder kritische Haltung an den Tag. Zugleich sind zwei Drittel der Bundesbürger (64 Prozent) überzeugt, dass der Wohlstand hierzulande in Gefahr gerät, wenn Deutschland bei der künstlichen Intelligenz nicht zu den führenden Nationen gehört.

Dem Bericht des EITO zufolge investiert das produzierende Gewerbe in Europa derzeit am stärksten in KI – gefolgt von der Finanzbranche und dem Handel. Bis 2022 prognostiziert die Studie die größten Ausgabensteigerungen im Gesundheitswesen und im Handel.

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