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Ulrich Walker wird ab sofort die Geschicke des Autobauers Borgward lenken. Bild: Borgward

| von Pascal Nagel

Ulrich Walker wird Vorstandsvorsitzender und CEO des wiederbelebten Autobauers Borgward. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag in Stuttgart mit. Walker war zuletzt CEO von Daimler North East Asia und dort für alle Aktivitäten des Stuttgarter OEMs auf dem chinesischen Festland, Hongkong, Taiwan und Korea verantwortlich.

„Ulrich Walker ist ein international erfahrener Topmanager im Premiumsegment und verfügt über eine weitreichende und anerkannte Expertise in der automobilen Markenführung sowie dem Management in Deutschland”, sagt Christian Borgward, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Borgward Group und Enkel des Firmengründers Carl Friedrich Wilhelm Borgward.

Ulrich Walker hat an der Universität Stuttgart als Ingenieur graduiert. Während seiner 35-jährigen Karriere hatte er bei Daimler leitende Positionen in den Bereichen Produktion, Marketing, Produktplanung, Qualitätsmanagement, Verkauf und After-Sales. Von 2000 bis 2004 war er zudem im Vorstand der Mitsubishi Motors Corporation für Entwicklung, Produktion, Produktplanung und Einkauf verantwortlich, von 2004 bis 2006 war Walker Präsident und CEO bei Smart.

„Ich bin überzeugt, dass Borgward seinen Platz auf dem internationalen Automobilmarkt zurückgewinnen wird. Wir werden hart daran arbeiten, unsere Kunden mit elegantem und zeitlosem Design, hervorragender Qualität sowie innovativen und nachhaltigen Technologien zu überzeugen”, so Walker. „Wir haben sicherlich einen langen Weg zu gehen. Aber wir haben eine solide Basis, ein starkes finanzielles Fundament sowie eine klare Vision und Strategie.“

Das deutsche Traditionsunternehmen plant nach mehr als 50 Jahren den Wiedereinstieg in den Automobilbau. Mit Hilfe des chinesischen Borgward-Investors und Automobilkonzerns Foton soll erneut eine breit gefächerte Modellpalette entstehen, heißt es beim Autobauer. Borgward verfolge dabei das Ziel, erschwingliche Premiumfahrzeuge anzubieten. Der Firmensitz wird von Bremen nach Stuttgart verlegt.