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Ford stellt sich in Europa neu auf. Die Verantwortung für den Bereich Personenkraftwagen bleibt allerdings in Köln. Bild: Ford

| von Pascal Nagel

Ford wird sich in Europa künftig auf drei Geschäftsbereiche konzentrieren: Nutzfahrzeuge, Personenkraftwagen und Importmodelle. Ab dem 01. Juli werden die drei Bereiche jeweils eine spezifische Managementorganisation erhalten, einschließlich leitender Positionen, die jeweils für das Marketing, die Produktion und Produktentwicklung verantwortlich sind. Funktionsübergreifende Projektteams mit Verantwortung über die individuellen Modelle und mit der Entscheidungsbefugnis, die Entwicklung und Produktion an Kundenbedürfnisse anzupassen, sorgen für schlankere Abläufe.

„Ford wird im Einklang mit der globalen Neuausrichtung des Unternehmens ein mehr fokussiertes Geschäftsmodell in Europa etablieren. Höhere Gewinne werden durch eine noch stärkere Kundenorientierung und schlankere Struktur erreicht“, sagt Europachef Stuart Rowley. „Die Implementierung unserer neuen Strategie ermöglicht zeitnahe Investitionen und den Ausbau unseres erfolgreichen Nutzfahrzeuggeschäfts sowie ein erweitertes Angebot von elektrifizierten Fahrzeugen, SUVs, aufregenden Performance-Modellen und charakterstarken Importmodellen.“

Die neue Struktur fußt allerdings auf einem umfassenden Programm zur Effizienzsteigerung. Insgesamt sechs der 24 Werke in Europa werden geschlossen oder verkauft. Zudem wird der britische Standort Warley im Laufe des Jahres geschlossen. Die dort ansässigen Zentralen von Ford of Britain und Ford Credit Europe werden zum Standort Dunton umziehen.

Im gleichen Atemzug werden rund 12.000 Mitarbeiter bis Ende 2020 das Unternehmen verlassen müssen, hauptsächlich durch freiwillige Abfindungsprogramme, heißt es bei Ford. „Die Trennung von Mitarbeitern und die Schließung von Werken sind die härtesten Entscheidungen, die wir treffen und in Anerkennung der Auswirkungen auf Familien und die Gesellschaft, gewähren wir Unterstützung, um diese zu mildern“, so Rowley.

Zusätzlich zur neuen, schlankeren Organisationsstruktur will sich der US-Autobauer in Europa auch produktseitig neu aufstellen. Mindestens drei gänzlich neue Produktlinien kommen in den nächsten fünf Jahren auf den Markt. Der Fokus liegt dabei auf SUVs und der Elektrifizierung der Modellreihen, so Ford. 

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