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Datendiebstahl und ähnliche Cyber-Kriminalität scheint nur für wenige KMU eine Gefahr darzustellen. Bild: I-vista / pixelio.de

| von Yannick Tiedemann

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) wähnen sich in Sicherheit vor Cyber-Kriminalität. Laut einer aktuellen Umfrage der Zurich Versicherung gehören digitale Angriffe für nur neun Prozent der befragten KMU zur potenziellen Risikoeinschätzung. Damit zähle Cyber-Kriminalität weiterhin zu den als am geringsten eingestuften Risiken, so die Studienautoren. Im Vergleich zur Umfrage des Vorjahrs sei die Angst vor Attacken aus dem Cyberspace nur geringfügig gewachsen: 2013 bewerteten sechs Prozent der Unternehmer solche Bedrohungsszenarien als risikobehaftet.

Größere Veränderungen verzeichnete die Versicherung bei der Angst vor Imageschäden: So habe sich die Anzahl der KMU, die zum Beispiel negative Schlagzeilen in den Medien als ihr größtes Risiko einschätzen, mit insgesamt 16 Prozent (2013: 6 Prozent) nahezu verdreifacht. „Die Studie belegt, dass das Risikobewusstsein in Bezug auf die Auswirkungen von Cyber-Angriffen bei deutschen KMU nur schwach ausgeprägt ist,“ betont Ralph Brand, Vorstandsvorsitzender von Zurich in Deutschland. „Das überrascht vor allem nach den zahlreichen publik gewordenen Datendiebstählen.“

Neben der Einschätzung von Cyber-Risiken befragte Zurich rund 200 Führungskräfte in KMU auch zu grundsätzlichen Zukunftsaussichten. Dabei kommen unter anderem Investitionen in die eigenen Mitarbeiter eine herausragende Rolle zu: So wolle rund jedes sechste KMU (17 Prozent) seinen Mitarbeiterstab besser ausbilden (2013: 14 Prozent). Außerdem sehen knapp drei von zehn Befragten (28 Prozent) Chancen durch neue Kundensegmente und knüpfen damit an die Aussagen der Befragung aus dem Vorjahr an (26 Prozent). Und während Cybercrime als weitestgehend ungefährlich eingeschätzt wird, fürchte sich immerhin ein Drittel (34 Prozent) vor allem vor starkem Wettbewerb und möglichen Dumping-Preisen, die sich auf die Gewinnmarge auswirken könnten.

Der Umfrage zufolge liege zudem die Kostenoptimierung unter Entscheidern in KMU voll im Trend. Demnach habe sich die Anzahl der KMU, die an Kostensenkungen arbeiten, in den letzten zwölf Monaten mit 21 Prozent nahezu verdoppelt, 2013 lag dieser Wert noch bei 12 Prozent. Weitere Chancen sehen KMU durch die Akquisition von Konkurrenten: Für 13 Prozent sei ein Zukauf eine tatsächliche Option – immerhin fünf Prozent mehr als noch in 2013. Darüber hinaus gewinnen mobile Technologie-Lösungen wie Laptops oder Tablets in diesem Jahr zunehmend an Bedeutung. Zwölf Prozent der befragten KMU rechnen durch eine modernisierte Hardware-Ausstattung mit besseren Erfolgen für ihr Unternehmen.

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