Maschinenbau investiert in Köpfe und Knöpfe

Weiterbildungsmaßnahmen und Investitionen in Zukunftstechnologien stehen auf der Agenda des Maschinenbaus weit oben. Bild: Kuka

| von Claas Berlin

Maschinenbauer wollen einer Studie der Beratungsgesellschaft PwC zufolge in den nächsten Monaten knapp 6 Prozent ihres Umsatzes für Investitionen aufwenden. Die Weiterbildung von Mitarbeitern sowie neue Technologien haben oberste Priorität.

Zwei Drittel der Befragten möchten zudem in die Digitalisierung ihres Geschäftsfelds investieren. Mit Blick auf technologische Investitionen stehen vor allem Roboter (66 Prozent) und das Internet of Things (52 Prozent) im Fokus. Blockchain und Digital Twins (jeweils 10 Prozent) sowie Drohnen (3 Prozent) spielen nur eine untergeordnete Rolle.

„Der Maschinenbau automatisiert seine Wertschöpfung weiter und natürlich ist die Digitalisierung der wesentliche Treiber“, erklärt Frank Schmidt, Partner und Leiter des Bereichs Industrielle Produktion bei PwC. „Doch dahinter steckt nicht nur der Wunsch nach mehr Effizienz, sondern auch ein Mangel an ausreichend qualifiziertem Personal. Denn: Der Maschinenbau hat ernste Nachwuchssorgen.“

Tatsächlich wird die positive Grundstimmung und Investitionsbereitschaft stark durch die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt getrübt: Der Fachkräftemangel (83 Prozent) ist zum zweiten Mal in Folge die größte Sorge der Maschinenbauer – noch vor steigendem Kostendruck (74 Prozent) und aktuellen politischen Entwicklungen im Ausland (70 Prozent).