Opel droht nach Informationen des Wirtschaftsmagazins ‚Capital‘ im kommenden Jahr eine Lücke von rund einer Milliarde Euro im operativen Ergebnis.

Laut ‚Capital‘ wird der Autobauer einer internen Prognose zufolge 2012 nur rund 1,4 Millionen Fahrzeuge absetzen können. Das wären 100 000 Autos weniger, als im Sanierungsplan für das Unternehmen festgelegt sind. Dieser sieht für Opel im Jahr 2014 einen Gesamtabsatz von 1,6 Millionen Fahrzeugen und einen Gewinn von rund 1,5 Milliarden Euro vor. Werden diese Ziele verfehlt, könnte die Begleichung des vom Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) gewährten Kredits auf der Kippe stehen.

Angeblich verlangt GM daher Ende Januar 2012 einen Geschäftsplan für die kommenden Jahre, der Opel in die Gewinnzone bringen soll. Dabei erschwert der US-Mutterkonzern den Rüsselsheimern jedoch die Expansion ins Ausland, die viele als notwendigen Schritt zur Rettung ansehen. Die beiden europäischen Opel-Werke in Bochum und im britischen Ellesmere Port gelten Experten mittelfristig als gefährdet, die Schließung des Bochumer Werkes mit dem Produktions-Ende des Opel Zafira im Jahr 2016 für möglich.