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Personenbezogene Daten sollen durch die DS-GVO stärker geschützt werden. Gleichzeitig sind sensible Informationen vielerorts Grundlage für Geschäftsmodelle.

| von Werner Beutnagel

Die größte Rolle spielt die Nutzung personenbezogener Daten demnach in den Bereichen Vertrieb und Marketing (65 Prozent der Unternehmen), außerdem kommen die Informationen der Verbesserung von Produkten und Dienstleistungen zugute (40 Prozent). „Praktisch kein Unternehmen kann seine Geschäftstätigkeit ohne personenbezogene Daten durchführen – von der Kundenakquise bis zum Personalmanagement“, sagt Susanne Dehmel aus der Bitkom-Geschäftsleitung. „Das hohe Datenschutzniveau in Europa muss in eine funktionierende Balance mit datenbasierten Produkten und Dienstleistungen gebracht werden, von denen gerade auch Verbraucher profitieren.“

Neun von zehn Unternehmen nutzen personenbezogene Daten bei der Abwicklung von Verträgen, drei Viertel zum Zweck der IT-Sicherheit. Fast zwei Drittel (62 Prozent) setzen auf Personendaten, um neue Kunden zu gewinnen. Für acht von zehn Firmen fallen Personendaten bei der Bestandskundenpflege an.

Am 25. Mai 2018 läuft die zweijährige Übergangsfrist für die Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) ab – doch nur ein Viertel (24 Prozent) der Unternehmen in Deutschland ist bis dahin aus eigener Perspektive vollständig konform mit den neuen Regeln. Die DS-GVO sieht erweiterte Informationspflichten und strengere Vorgaben für die Einwilligung bei der Verarbeitung personenbezogener Daten vor.