ProSTEP iViP startet Interoperabilitätsinitiative

Industrie 4.0 braucht Interoperabilität – der ProSTEP iViP Verein geht dieses Thema in den kommenden Monaten mit einem eigenen Programm an. Bild: Kuka

| von Pascal Nagel

Um Industrie 4.0 und das Internet der Dinge und Dienste schnell und global realisieren zu können, müssen die Systeme interoperabel sein. Dabei gilt es, sowohl technische, als auch politische Herausforderungen zu lösen. In den nächsten 12 Monaten soll daher vom Verein ProSTEP iViP unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) ein Programm zur Interoperabilitätszertifizierung erarbeitet werden. Die Basis der Arbeiten stellen der im Rahmen des ProSTEP iViP Vereins erarbeiteten Code of PLM Openness und der darin enthaltenen Interoperabilitätskriterien dar.

„Die deutsche Industrie ist darauf angewiesen, dass ihre smarten Produkte und Dienste global angeboten und auch genutzt werden können. Die Interoperabilität ist dabei der Dreh- und Angelpunkt. Mit einer Zertifizierung kann Vertrauen in breite Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien geschaffen , technische Barrieren abgebaut und damit die Wettbewerbskraft der deutschen Wirtschaft gestärkt werden“, sagt Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie.

„Wir haben mit dem Code of PLM Openness etwas geschafft, wo die Marktkräfte bislang versagt haben. Dass das Bundeswirtschaftsministerium die Schirmherrschaft für den Code of PLM Openness übernimmt, das freut uns sehr“, fügt Oliver Riedel, Vorstandsvorsitzender des ProSTEP iViP hinzu. Der Verein bündelt die Interessen von Herstellern und Zulieferern der Fertigungsindustrie sowie IT-Anbietern in enger Kooperation mit Wissenschaft und Forschung. Ein wesentliches Anliegen des ProSTEP iViP ist es, für seine Mitglieder neue Ansätze der durchgängigen Prozess-, System- und Datenintegration zu entwickeln und alle Produktentstehungsphasen digital zu unterstützen. Zu den Mitgliedern des ProSTEP iViP Vereins gehören derzeit über 180 Unternehmen und Organisationen aus 17 Ländern.